Schlagfertigkeit trainieren
100 Killerphrasen - und wie Sie gepfeffert antworten

Die richtigen Antworten für Prüfungen, Bewerbungen, Gehaltsverhandlungen, Kritik- und Kundengespräche.

Sie und Ihr Prof: Prüfung

Sie sind aber nervös. Es ist keine Schande, nervös oder gestresst zu sein. Sie nehmen die Prüfung halt ernst. Würde es Ihrem Professor besser gefallen, wenn Sie die letzten Nächte durchgetanzt statt durchgepaukt hätten? Führen Sie ihm diese Alternative vor Augen (Besser-als-Technik): "Besser nervös als desinteressiert und schlecht vorbereitet."

Besonders entscheidungsfreudig scheinen Sie nicht zu sein. Nicht drängeln lassen. Von einer schnellen, falschen Antwort hat auch Ihr Prof nichts - vorausgesetzt, er will Sie nicht reinreiten. Machen Sie ihm klar, dass Ihre ruhige, konzentrierte Art für alle vorteilhaft ist (Gerade-weil-Technik): "Gerade weil ich meine Antworten genau abwäge, kommen wir so gut mit der Prüfung voran."

Sie haben offensichtlich Lücken. Erwischt! Leugnen bringt nichts (Zugeständnis-Technik): "Das stimmt. Um so mehr werde ich mich bei den anderen Themen anstrengen." Oder Sie gewinnen Zeit, indem Sie zurückfragen (Rückfrage-Technik): "Was genau meinen Sie damit?" Schweift der Prüfer nun ab, dringt er vielleicht nicht zu weiteren Wissenslücken vor.

Wenn Sie vorbereitet wären, wüssten Sie, dass ... Ihnen pauschal vorzuwerfen, Sie hätten sich nicht vorbereitet, ist eine Gemeinheit - und hoffentlich falsch. Weisen Sie Ihren Professor darauf hin, dass er eine Grenze überschritten hat (Abgrenzungs-Technik): "Bitte bleiben Sie fair. Ich habe mich selbstverständlich vorbereitet." Sie können seine Unterstellung auch zuspitzen (Übersetzer-Technik): "Sie haben mir gerade vorgeworfen, ich würde in eine wichtige Prüfung spazieren, ohne vorher eine Zeile gelesen zu haben." Derart in die Ecke gedrängt, wird Ihr Prof wahrscheinlich abwiegeln, und das Gespräch kehrt zur Sache zurück.

Können Sie auch mal was zur Diskussion beitragen? Mancher Prof nutzt Prüfungen zur Selbstdarstellung und wirft dem Prüfling hinterher vor, dass dieser ihn nicht unterbrochen hat. Den Schwafler zu entlarven, ist gefährlich. Geben Sie ihm lieber ein paar Streicheleinheiten (Komplimente-Technik): "Sehr gern, ich möchte an etwas - wie ich finde - unheimlich Wichtiges anknüpfen, das Sie eben gesagt haben, nämlich ..."

Nach acht Semestern müssten Sie das eigentlich wissen. Sie haben es aber nicht gewusst. Nehmen Sie Ihrem Professor den Wind aus den Segeln, indem Sie zustimmen (Ja-genau-Technik): "Ja, richtig. Das ärgert mich selbst am meisten. Können wir mit der nächsten Frage fortfahren?"

Warum haben Sie sich zur Prüfung angemeldet, wenn Sie grundlegende Dinge nicht wissen? An dieser Stelle droht das Gespräch zu kippen: Ihr Professor stellt die Prüfung an sich in Frage. Eine scharfe Erwiderung wäre (Retour-Technik): "Warum haben Sie mich dann zur Prüfung angenommen, wenn Sie so wenig über mich wissen?" Sie sollten diesen Satz aber lieber runterschlucken, weil er das Gespräch vergiftet. Weisen Sie Ihren Professor auf seinen unfairen Stil hin, aber weisen Sie ihn nicht zurecht (Abgrenzungs-Technik): "Ich finde Ihre Frage verletzend. Bitte lassen Sie uns die Prüfung fortführen, und wenn wir fertig sind, werde ich Ihre Bewertung selbstverständlich akzeptieren."

Sie und ihr künftiger Chef: Bewerbung

Ihnen fehlt Berufserfahrung. Der Hass-Satz jedes Berufsanfängers. Sind Sie tatsächlich ein unbeschriebenes Blatt, hilft ein Ablenkungsmanöver. Schwächen Sie den Vorwurf ab, indem Sie zeigen, was noch schlimmer als ein Mangel an Berufserfahrung wäre (Besser-als-Technik): "Besser berufsunerfahren als lernunwillig. Und lernen will ich."

Ich fürchte, Sie sind dieser Aufgabe nicht gewachsen. Reine Vermutung. Der klassische Konter (Retour-Technik): "Und ich fürchte, Sie sind Ihrer Aufgabe, wertvolle Talente zu erkennen, nicht gewachsen." Aber das wäre wahrscheinlich Ihr letzter Satz in diesem Vorstellungsgespräch. Bleiben Sie gelassen und holen Sie aus der Killerphrase das Wenige heraus, das sich in Ihrem Sinne umdeuten lässt (Übersetzer-Technik): "Das bedeutet, dass Sie mich nicht grundsätzlich ablehnen. Und damit haben Sie Recht, denn ..."

In der Praxis sieht das anders aus. Ja? Dann soll Ihr Gesprächspartner mal erzählen (Rückfrage-Technik): "Wie denn genau?" Oder Sie lassen den Satz einfach im Raum stehen (Ja-genau-Technik): "Ja, völlig richtig." Das Gespräch stockt, Ihr Gegenüber ist "an der Reihe" und womöglich verliert er den Faden, an dem er sich eben in die Praxis gehangelt hat.

Typisch Betriebswirt/Ingenieur/Geisteswissenschaftler - immer so berechnend/technikverliebt/weltfremd. Nach "typisch" folgt ein Klischee. Weisen Sie darauf hin (Übersetzer-Technik): "Das ist ein Klischee." Sie dürfen auch kommentieren: "Ich finde, dieses Klischee ist überholt."

Als Betriebswirt/Ingenieur/Geisteswissenschaftler können Sie da nicht mitreden. Dasselbe Klischee, anders verpackt. Entweder Sie reagieren wie eben, oder Sie haken nach (Rückfrage-Technik): "Was wollen Sie damit sagen?" Eine weitere Möglichkeit ist, die Killerphrase um 180 Grad zu drehen (Gerade-weil-Technik). "Gerade weil ich Betriebswirt/ Ingenieur/Geisteswissenschaftler bin, kann ich mitreden. Denn als solcher habe ich das systematische Herangehen an schwierige Probleme gelernt."

Sie sind überqualifiziert. Wenige Arbeitnehmer können ihr Potenzial im Beruf ausschöpfen. Alle anderen sind in irgendeiner - oder in vielerlei - Hinsicht überqualifiziert. Das brauchen Sie nicht zu leugnen (Retour-Technik): "Dann bin ich im Job wenigstens nicht überfordert." Oder Sie sezieren die Killerphrase (Übersetzer-Technik): "Dann finden Sie also, dass ich alle für diese Stelle verlangten Qualifikationen mitbringe - und sogar noch ein paar mehr."

Sie scheinen ein schwieriges Verhältnis zu Autoritäten zu haben. Als Berufsanfänger sind Sie ein kleines Licht im Unternehmen - das müssen Sie wissen. Wenn Sie Zweifel daran erkennen lassen, kriegen Sie den Job nicht. Also klar widersprechen (Abgrenzungs-Technik): "Sie deuten an, ich sei unfähig, mich unterzuordnen. Das ist absolut nicht der Fall." Oder Sie nehmen Ihren Gesprächspartner beim Wort (Ja-genau-Technik): "Ja, genau. Aber wie Sie selbst sagen: Es scheint nur so."

Ist diese Frage nicht banal? Als Bewerber müssen Sie Fragen stellen, um Ihr Interesse am Job zu beweisen. Deshalb ist der Vorwurf haltlos. Sie dürfen ein wenig Ihre Krallen ausfahren (Retour-Technik): "Vielleicht banaler als Ihre Antwort. Und die wäre?"

Sind Sie ganz sicher? Ein Versuch, Sie zu verunsichern. Mit der Antwort haben Sie wenig Mühe (Retour-Technik): "Absolut. So sicher wie Sie."

In Ihrem Alter ist Idealismus normal. Genau, Papa! Versprechen Sie ihm was Schönes zum Vatertag (Gerade-weil-Technik): "Wahrscheinlich ist das so. Aber gerade weil ich mit Idealismus in den Beruf gehe, bin ich überzeugt, eine Top-Leistung zu bringen." Witziger, aber riskanter ist die Vermutung (Retour-Technik): "In Ihrem Alter doch hoffentlich auch."

Sie erwecken nicht den Anschein, dass Sie auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen können. Ihr Gesprächspartner bettelt förmlich darum, Ihre Fäuste zu spüren. Kann er haben (Retour-Technik): "Klar kann ich das. Ich schlage aber vor, dass wir es beim verbalen Schlagabtausch belassen."

Sie sind ziemlich unzufrieden in Ihrem jetzigen Job. Dieser Satz trifft meist, denn wenn Sie rundum zufrieden wären, säßen Sie jetzt nicht im Vorstellungsgespräch. Stimmen Sie zu und deuten Sie den unterschwelligen Vorwurf "Nörgler" in Richtung "verhinderter Supermann" um (Zugeständnis-Technik): "Da treffen Sie einen wunden Punkt, ja. Ich bin ein dynamischer, leistungsbereiter Mensch, und wenn ich mein Potenzial in einem Unternehmen nicht richtig einsetzen kann, werde ich unglücklich." Sie dürfen nur nicht schlecht über Ihren Noch-Arbeitgeber reden.

Sie und Ihr Chef: Gehaltserhöhung

Sie wissen, dass es unserem Unternehmen schlecht geht - da können Sie nicht mehr Geld verlangen! Und ob Sie das können. Sie geben Ihrem Chef Recht, kommen aber zu einem anderen Schluss. Betonen Sie seinen Nutzen (Gerade-weil-Technik): "Ja, gerade weil die Zeiten schlecht sind, erscheint es mir sinnvoll, in gute Mitarbeiter zu investieren, die harten Umsatz machen."

In Ihrem Alter habe ich nicht zuerst an Geld gedacht. Was Ihr Chef vor 20 Jahren gedacht hat, hat nichts damit zu tun, warum Sie heute mehr Gehalt verlangen. Locken Sie ihn aus der Reserve (Rückfrage-Technik): "Darf ich fragen, woran Sie in meinem Alter zuerst gedacht haben?"

Für das Geld, das Sie bereits verdienen, müssten Sie schon mehr leisten. Ihr Chef verkehrt das Ziel des Gesprächs: statt Gehaltserhöhung "Gehaltserniedrigung". Vielleicht sogar Gehaltsrückforderung? Die Unterstellung, Sie seien Ihr Geld nicht wert, müssen Sie aufdecken und zuspitzen (Übersetzer-Technik): "Wenn ich Sie richtig verstehe, erhalte ich zwar das Geld, wie im Arbeitsvertrag vereinbart, bringe aber nicht die entsprechende Leistung, das heißt, ich verletze arbeitsvertragliche Pflichten." Jetzt kann Ihr Chef fast nicht anders als zurückrudern.

Das sind Mondgehälter - wachen Sie endlich auf. Ihr Chef spielt mit Worten, denn natürlich gibt es auf dem Mond keine Gehälter und natürlich reden und schlafen Sie nicht gleichzeitig. Spielen Sie mit (Rückfrage-Technik): "Entschuldigung, ich muss eingeschlafen sein, was genau meinen Sie?" Wiederholt sich Ihr Chef, wird er selbst merken, wie hohl seine Worte sind.

In Ihrer Position ist nicht mehr Gehalt drin. Überraschen Sie Ihren Chef, indem Sie ihm Recht geben (Ja-genau-Technik): "Das sehe ich genau so. Also sollten wir vielleicht über eine Beförderung sprechen."

Ich würde Ihnen gern mehr Gehalt zahlen, aber die Geschäftsführung spielt nicht mit. Wie praktisch: Der Buhmann ist jemand anders, und der sitzt nicht mit am Tisch. Packen Sie den Stier bei den Hörnern (Übersetzer-Technik): "Schön, das heißt, wir sind uns schon mal einig. Dann sollte ich jetzt wohl mein Anliegen in der Geschäftsführung vortragen."

Heute Sie, und morgen verlangt die halbe Abteilung eine Gehaltserhöhung. Sie können den versteckten Vorwurf, Sie würden Ihre Gehaltserhöhung hinausposaunen, offenlegen (Übersetzer-Technik): "Daraus entnehme ich, Sie befürchten, ich könnte im Kollegenkreis über vertrauliche Dinge wie Gehalt reden?" Oder Sie antworten ganz sachlich: "Das glaube ich nicht. Erstens erzähle ich den Kollegen nicht von diesem Gespräch, und zweitens dürfte kaum einer von ihnen so gute Argumente wie ich haben."

Was haben Sie sich bei Ihrer überzogenen Forderung gedacht? Zwei Unterstellungen auf einmal: Sie fordern zu viel und Sie fordern ohne guten Grund. Eine kurze sachliche Antwort ist kaum möglich. Verwirren Sie Ihren Chef, indem Sie sich dumm stellen (Rückfrage-Technik): "Bitte? Was genau meinen Sie?"

Sie und Ihr Chef: Manöverkritik

Sie sind mit der Aufgabe überfordert. Ihr Chef fährt schweres Geschütz auf. Machen Sie ihm das bewusst (Übersetzer-/Abgrenzungs-Technik): "Sie streiten mir pauschal meine Kompetenz ab. Das ist ein schwerer Vorwurf." Reitet er weiter darauf herum, fordern Sie ihn auf, genauer zu werden (Rückfrage-Technik): "Bei welcher Gelegenheit habe ich diesen Eindruck auf Sie gemacht?"

Mit Ihrer Erfahrung hätte Ihnen dieser Fehler nicht passieren dürfen. Erst Lob angetäuscht, dann ein Schlag ins Gesicht. Hängen Sie Ihren Konter an der Formulierung des Gesprächspartners auf (Retour-Technik): "Und mit Ihrer Erfahrung wäre ich mir nicht so sicher, dass wir es tatsächlich mit einem Fehler zu tun haben."

Das ist Ihre Interpretation, aber die Fakten liegen anders. Kann jeder behaupten. Sie spielen den Ball zurück, indem Sie dieselben Worte mit anderem Sinn verwenden (Retour-Technik): "Ich kenne die Fakten, aber Ihre Interpretation erscheint mir fragwürdig."

Sie nehmen das zu persönlich. Dieser Satz kommt garantiert, wenn sich das Gespräch festgefahren hat und Ihr Chef keine Argumente mehr hat. Sie können arglos tun (Rückfrage-Technik): "Wie soll ich das verstehen?" Oder Sie bauen Spannung ab und sagen ja (Zugeständnis-Technik): "Ich weiß, das liegt daran, dass ich so engagiert bin."

Das ist Ihre Meinung. Aber es gibt auch andere. Aha, am Rande Ihrer Auseinandersetzung lungern unbekannte Gestalten herum. Zerren Sie sie in die Mitte (Rückfrage-Technik): "Von wessen Meinung sprechen Sie?"

Sie wollen sich nicht ins Team einfügen. Wer nicht teamfähig ist, fliegt. In diese Richtung dürfen Sie den Kahn nicht treiben lassen. Entweder Sie spitzen den Vorwurf zu (Übersetzer-Technik): "Sie wollen damit sagen, dass ich generell unfähig bin, mit anderen zusammenzuarbeiten." Oder Sie ziehen die rote Karte (Abgrenzungs-Technik): "Bitte nehmen Sie das zurück. Das ist ein Pauschalurteil."

Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Kollegen. Vielleicht sind Sie wirklich ein Kotzbröckchen. Dann sagen Sie Ihrem Chef, dass er es schlechter hätte treffen können (Besser-als-Technik): "Besser ich sorge für Wettbewerb und damit einen höheren Output unserer Abteilung, als dass ich mich der gemächlichen Gangart der Kollegen anschließe."

Sie versuchen sich aus der Verantwortung zu stehlen. Ein Angriff auf Ihr Engagement, Ihre Kritikfähigkeit, Ihre ganze Person. Sie können nachbohren (Übersetzer-Technik): "Sie behaupten, dass ich nicht zu dem stehe, was ich tue." Jetzt muss Ihr Chef Farbe bekennen. Wahrscheinlich wird er "nein, nein" stammeln. Sie können auch einen Riegel vor solche Unterstellungen schieben (Abgrenzungs-Technik): "Das lasse ich mir nicht gefallen. Sie greifen mich pauschal an."

Sie sind nicht objektiv. Kein Mensch ist objektiv, sonst wäre er ein Gegenstand und kein belebtes Wesen. Dies dürfen Sie drastisch klarstellen (Retour-Technik): "Stimmt. Genauso wenig wie Sie." Allerdings sollten Sie Ihrem Chef keine Zeit geben, beleidigt zu sein. Sie fahren unverzüglich fort, zum Beispiel mit einer Hohlphrase (Vernebelungs-Technik): "Aber das ist auch nicht schlimm. Kreative Lösungen entstehen oft aus der Subjektivität origineller Ideen."

Wenn ich mich daran erinnere, wie engagiert Sie früher waren. Früher war alles besser, das bezweifelt niemand. Wenn Sie sachlich widersprechen, heißt das, dass Sie früher nicht besonders engagiert waren. Also Rückzug und dann ein großer Schritt in die Gegenwart (Zugeständnis-Technik): "Ja, früher habe ich mich richtig in eine Sache verbissen. Aber heute weiß ich, dass ich mit ruhiger Überlegung mehr erreiche."

Sie müssen noch viel lernen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Höchstens, dass Ihr Chef als Erster von Ihrem Wissenszuwachs profitiert (Gerade-weil-Technik): "Gerade weil ich noch viel lernen muss und will, können Sie von mir hervorragende Leistungen erwarten."

Sie machen mir nicht den Eindruck, dass Sie sich überarbeiten. Verlockend, aber zu frech wäre die Retourkutsche (Retour-Technik): "Und Sie würden sich nicht überarbeiten, wenn Sie sich einen richtigen Eindruck von meiner Arbeitsbelastung machen wollten." Schade - als Untergebener müssen Sie tiefer fliegen (Komplimente-Technik): "Sie haben eine sehr konstruktive Art, Mitarbeiter zu beurteilen und, wenn nötig, zu kritisieren."

Wenn Sie wirklich so Lange arbeiten, stimmt etwas mit Ihrem Zeitmanagement nicht. Dieser Versuch, von Ihrer Arbeitsbelastung, abzulenken, verdient eine scharfe Antwort (Retour-Technik): "Wenn etwas mit meinem Zeitmanagement nicht stimmen würde, könnte ich hier überhaupt nicht arbeiten."

Denken Sie an das, was wirklich wichtig ist. Diese unscheinbare Phrase verfehlt selten ihren Zweck: Sie denken tatsächlich nach und verlieren Zeit. Schmeicheln Sie Ihrem Chef und dann zurück zum Thema (Komplimente-Technik): "Ich finde, Sie sprechen da etwas unheimlich Wichtiges aus. Das hilft mir sehr, die Dinge klarer zu sehen, nämlich ..."

Aus vielen Jahren Berufserfahrung weiSS ich, dass das nicht geht. Im Stolz auf seine Erfahrungen ist jeder Chef verletzlich - und dankbar für Bestätigung. Also kitzeln, nicht kratzen (Komplimente-Technik): "Bitte teilen Sie Ihren Erfahrungsschatz mit mir."

Ihre Idee ist hervorragend, aber sie passt nicht in den Markt. Der Markt muss immer herhalten, wenn die Argumente knapp werden. Trotzdem ist Ihre Idee super (Besser-als-Technik): "Besser wir geben am Markt den Ton an, als dass wir kapitulieren."

Das ist mit der Kultur unseres Unternehmens nicht vereinbar. Wie der Markt, so die Unternehmenskultur: Jeder glaubt sie zu kennen, kann sie aber nicht klar beschreiben. Locken Sie Ihren Chef aufs Eis (Rückfrage-Technik): "In welchen Punkten weicht mein Vorschlag von unserer Unternehmenskultur ab?"

Ich bin dafür, wir berufen hierzu eine Arbeitsgruppe ein. Anders ausgedrückt: Lass mich in Ruhe. Wenn Sie zustimmen, war alles reden umsonst, weil die Arbeitsgruppe bei null anfängt. Sie können Ihren Chef mit seinen Worten schlagen (Retour-Technik): "Und ich bin dafür, wir beide betrachten uns als diese Arbeitsgruppe und entscheiden jetzt."

Seminar: Gekonnt kontern - So werden Sie schlagfertig

Nie wieder sprachlos sein! - So mancher wünscht sich bei spitzen Bemerkungen, blöden Sprüchen und anderen Verbalattacken Form vollendet parieren zu können. In diesem Seminar lernen Sie, wie Sie in verbalen Auseinandersetzungen mehr Sicherheit gewinnen, sich Gehör verschaffen und immer seltener wie ein "begossener Pudel" dastehen. Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage von Junge Karriere.

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