Schlechte Konjunkturdaten
Dow Jones fällt unter 10 000 Punkte

Besonders Technologietitel belasten den angeschlagenen US-Aktienmarkt.

vwd NEW YORK. Schwach zeigen sich die Notierungen an Wall Street im Handelsverlauf am Donnerstag. Der Dow-Jones-Index tendiert verliert gegen 17.30 Uhr MESZ 1,3 % bzw. 128,21 Stellen auf 9 962,69. Der S&P-500-Index gibt 1,4 % bzw 15,68 Zähler auf 1 132,88 ab. Der Nasdaq-Composite-Index sackt um 2,9 % bzw 53,83 Punkte auf 1 789,34 ab. Besonders Technologietiel stehen unter Druck wegen weiter fehlender Anzeichen über eine Erholung der US-Wirtschaft. Ankündigungen von Entlassungen und von Kürzungen der Investitionsausgaben in Kombination mit einer Reihe von Abstufungen lieferten nur eines und zwar Verkaufssignale, heißt es.

Auch der neutrale Ausblick der EZB bezüglich weiterer Zinssenkungen laste auf der Stimmung, worunter besonders Kurse solcher Unternehmen litten, die auch in Europa tätig seien. Der einzige Weg, dem Markt zu helfen sei, die Investoren zu überzeugen, dass die Niveaus so tief sind, das man einsteigen müsse. Unglücklicherweise gesche das nicht. "Wir brauchen den Nachweis von Stärke zum Handelsschluss, um zu sehen, dass wieder Käufer und Schnäppchenjäger im Markt sind", sagt Bob Dickey, technischer Analyst von Dain Rauscher.

Bei den Einzelwerten verlieren Corning 15 % auf 12,43 $, nachdem eine "plötzliche Verlangsamung" der Aufträge für Glasfaserkabel zur Entlassung von weiteren 1 000 Mitarbeitern führen wird. Auch die avisierte Wachstumsrate im Glasfaserbereich von 15 % wird Corning nach eigenen Aussagen deutlich unterschreiten. Sun Microsystems brechen um 16 % auf 11,34 $ ein, nachdem das Unternehmen auf seiner Mittquartalskonferenz einen trüben Ausblick lieferte. Unterdessen haben Analysten nicht nur Einzelwerte sondern ganze Sektoren abgestuft.

Telekom-Ausrüster geben nach

Telekom-Ausrüster sind unter Druck, nachdem Deutsche Banc Alex. Brown Investoren zum Untergewichten der Branche geraten hat. Nortel Networks, Tellabs und Lucent Technologies verlieren daraufhin bis zu 4,5 %. Goldman Sachs hat die Softwarebranche abgestuft, was u.a. Veritas um 8,7 % auf 28,96 $ drückt und Rational Software um 1,4 % auf 13,82 $. Die Unternehmen hätten schwerer als erwartet damit zu kämpfen, ihre September-Planzahlen zu erreichen, heißt es erläuternd von Goldman Sachs.

Brocade Communications rutschen um 4,6 % auf 23,95 $ ab, nachdem Robertson Stephens das Zwölfmonats-Kursziel auf 31 von 56 $ gesenkt hat, gleichwohl aber an der Einstufung "Buy" festhält. Das Umfeld sei weiter schwierig, aber die längerfristigen Aussichten für Speichersoftware blieben hervorragend, sagen die Analysten. Verisign gewinnen 2,1 % auf 39,53 $ und reagieren damit auf einige positive Kommentare. Charles Schwab geben dagegen nach der Ankündigung eines Stellenabbaus wegen eines scharfen Geschäftsrückgangs um 1,6 % auf 12,01 $ nach. Microsoft verbilligen sich um 2,6 % auf 58,65 $ vor dem Hintergrund einer genaueren Prüfung durch die EU-Kommission mit Blick auf die avisierte Verknüpfung des Media-Player-Programms mit dem Betriebssytem Windows.

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