Schlechte Lage am Arbeitsmarkt
Rentenbeitrag bis zu 20 Prozent

Die Union erwartet im kommenden Jahr einen Anstieg der Sozialabgaben auf breiter Front. Schuld ist der Rückgang der Beschäftigtenzahlen und der in diesem Umfang nicht erwartete Abbau von Überstun-den und der Ausbau der Kurzarbeit

HB BERLIN. Die Union erwartet im kommenden Jahr einen Anstieg der Sozialabgaben auf breiter Front. "Bereits zum ersten Januar muss der Rentenbeitrag von 19,1 auf bis zu 20 % angehoben werden," erklärte der CDU-Sozialexperte Peter Rauen dem Handelsblatt.

Grund für die dramatische Entwicklung sei der Rückgang der Beschäftigtenzahlen und der in diesem Umfang nicht erwartete Abbau von Überstun-den und der Ausbau der Kurzarbeit. Viele Unternehmen würden die Tariferhöhungen auf den Übertarif anrechnen und hätten bereits Kürzungen beim Weihnachtsgeld angekündigt, so dass auch von den starken Tariferhöhungen kaum Entlastung zu erwarten sei. Rauen berief sich auf neueste Berechnungen des Schätzerkreises der Rentenversicherung, der in der vergangenen Woche getagt hat.

Nach Informationen des Handelsblatts hat sich der Schätzerkreis aber noch nicht auf Zahlen festgelegt. Bislang stehe lediglich fest, dass es statt der von der Bundesregierung in die Haushaltsplanung eingestellten Erhöhung auf 19,3% eine Anhebung auf 19,5% geben müsse.

Der CDU-Sozialexperte Andreas Storm erklärte dem Handelsblatt, durch die in allen Zweigen der Sozialversicherung drohenden Defizite könne Finanzminister Hans Eichel (SPD) das Defizitkriterium von Maastricht von 3% Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht mehr einhalten.

Quelle: Handelsblatt

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