Schlechte Nachrichten von JDS Uniphase belasten weniger als erwartet
US-Märkte schließen uneinheitlich

New Yorks Aktienmärkte haben die turbulente Börsenwoche überstanden. Rund 1600 Unternehmen meldeten in dieser Woche ihre Quartalsergebnisse. Zum Wochenschluss bewegten die guten Quartalsergebnisse und Prognosen von Qualcomm, Amgen und VeriSign die Märkte. Auf die Marktstimmung belastend wirkten sich am Freitag die jüngsten Wirtschaftsdaten aus.

JDS Uniphase, die im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr den größten Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte auswiesen, und die jüngsten Wirtschaftdaten trübten die Wochenendvorfreude dagegen leicht. Der Dow Jones Index schloss unter Kursverlusten von IBM, DuPont und Microsoft fast 0,5 Prozent im Minus auf 10 407 Punkten. Der Nasdaq Index hatte zwar ebenfalls unter den Verlusten von Indexschwergewicht Microsoft zu leiden. Doch vor allem die Aktien der Hersteller von Elektronikkomponenten und Chiphersteller konnten Punkte gutmachen und die Verluste mehr als ausgleichen. Das Börsenbarometer ging mit einem Plus von 0,26 Prozent auf 2028 Zählern aus dem Rennen.

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal nur um 0,7 Prozent gewachsen: der geringste Anstieg des US-Wirtschaftswachstum seit acht Jahren. Die Mehrheit der Experten hatte mit einem Anstieg von einem Prozent gerechnet. Vor allem sinkende Investitionen im Software- und Telekommunikationsbereich sowie rückläufige Konsumentenausgaben haben zu dem enttäuschenden Ergebnis geführt. Ebenfalls wenig zufriedenstellend fiel der von der Universität von Michigan berechnete Index zum US-Verbrauchervertrauen aus. Das Barometer ging im Juli auf 92,4 Punkten zurück. Die Analysten hatten jedoch erwartet, dass der Index auf dem Vormonatsstand von 93,6 Punkten bleibt. Damit ist die Zuversicht der US-Anleger in eine baldige Erholung der Konjunktur im vergangenen Monat zurückgegangen. Den Wirtschaftsdaten können Marktteilnehmer scheinbar einzig die Hoffnung abgewinnen, dass die US-Notenbank die Leitzinsen möglicherweise noch einmal in diesem Jahr senken könnte.

Die schlechten Nachrichten von Glasfaserkonzern JDS Uniphase belasteten die Märkte zum Wochenschluss weniger als erwartet. Die Konkurrenten Corning und Ciena gerieten nicht unter Angabedruck. Beide Papiere notierten sogar leicht in der Gewinnzone. JDS Uniphase, der weltgrößte Hersteller von Glasfaserkomponenten, hat im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Verlust von 50,6 Milliarden Dollar die größte Fehlsumme der US-Wirtschaftsgeschichte ausgewiesen. Im vierten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von fast 7,9 Milliarden Dollar. JDS Uniphase plant nun insgesamt 16 000 Mitarbeiter und damit zwei Drittel der Angestellten zu entlassen. Im ersten Halbjahr verließen bereits 9000 Mitarbeiter das Unternehmen. Die Aktie schloss zehn Prozent schwächer.

Gute Nachrichten bei Qualcomm glichen die Punktverluste von JDS Uniphase im Nasdaq Index aus. Der Hersteller von Kommunikationskomponenten konnte die Erwartungen der Analystengilde für das dritte Quartal mit einem Gewinn von 22 Cents um einen Cent schlagen. Doch ging sowohl der Umsatz als auch der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Für das laufende Geschäftsquartal bestätigt Qualcomm die durchschnittlichen Analystenprognosen. Die Analysten von ABN Amro greifen der Aktie zudem unter die Arme und stufen das Papier auf "kaufen" herauf.

Für frischen Wind sorgen Amgens Quartalsdaten im Biotechnologiebereich. Das Unternehmen konnte die Analystenerwartungen für das vergangene Quartal mit einem Gewinn von 30 Cents um zwei Cents übertreffen. Die Analysten von J.P. Morgan stufen die Aktie dennoch von "langfristig kaufen" auf "kaufen" herauf. Der Titel notiert sieben Prozent im Plus.

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