Schlechte Vorgaben aus den USA
Schwacher Start am neuen Markt

Die Kontron Embedded Computers AG hat trotz Vorlage guter Geschäftszahlen 10 % zu Handelsbeginn verloren.

dpa FRANKFURT. Die Wachstumswerte am Frankfurter Neuen Markt sind mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Bis gegen 13 Uhr büßte der Nemax 50 2,69 % auf 1 849,77 Punkte ein. Die Vorgaben aus den USA waren entsprechend schlecht.

Größter Verlierer war unter den Nemax-50-Werten die Kontron Embedded Computers AG. Der Kurs rutschte nach Vorlage guter Geschäftszahlen für das Jahr 2000 um 10 % auf 59,90 Euro ab. Der Anbieter miniaturisierter Computer hat im abgelaufenen Jahr das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf 29,6 Mill. DM gesteigert, 1999 waren es noch 16,4 Mill.DM gewesen. Der Umsatz wurde der Pflichtmeldung zufolge um über 140 % auf 247 Mill.DM gesteigert.

Von den starken Verlusten zu Handelsbeginn konnte sich die Aktie der NSE Software erholen und notiert derzeit unverändert. Das Unternehmen will im Rahmen "tiefgreifender Sanierungsmaßnahmen" die Mitarbeiterzahl um rund 30 % senken. Außerdem will sich das Münchner Unternehmen künftig nicht mehr als Komplett-Anbieter positionieren, sondern sich auf so genannte Front-Office-Lösungen für die Finanzwirtschaft konzentrieren. Das Vorstandsmitglied Peter Päselt habe sein Amt niedergelegt, bleibe aber auf Wunsch des Aufsichtsrates noch bis zum 30. April im Unternehmen. Sein Kollege Dirk Oevermann habe die NSE Software mit sofortiger Wirkung verlassen.

EM.TV erholte sich ebenfalls von den Anfangsverlusten. Einem Bericht des "Wall Street Journal Europe" zufolge soll Thomas Haffa, Chef des angeschlagenen Münchner Filmlizenzhändlers, der KirchGruppe eine Option auf seinen Anteil eingeräumt haben. Die Vereinbarung über 43 % am Kapital der Münchener sei aber noch nicht mit den anderen Aktionären abgesprochen, schreibt die Zeitung.

Nach den deutlichen Gewinnen vom Freitag knüpfte der Kurs der LIPRO AG am Montag an diese Entwicklung an. In der ersten Handelsstunde legte die Aktie um 2 % auf 6,95 Euro zu. Das Berliner Unternehmen hatte am Morgen die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 vorgelegt. Demnach belief sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 1,8 Mill. Euro, ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von 1,2 Mill. Euro ausgewiesen worden. Der Umsatz sei von 4,8 auf 18 Mill. Euro angestiegen.

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