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Schlechte Zeiten, gute Zeiten

Deutsche Finanzvorstände und ihre Banken haben ein schwieriges Jahr hinter sich. Die nächsten 12 Monate bieten ein besseres Umfeld für das Corporate Finance-Geschäft.

Deutsche Finanzvorstände und ihre Banken haben ein schwieriges Jahr hinter sich. Nachdem die Eigenkapitalmärkte für fast zwei Jahre verschlossen waren, mussten viele Firmen Mittel nahezu zu jedem Preis aufnehmen, um die Unterfinanzierung ihrer Bilanzen zu mildern und die größten Löcher in den Regelwerken - etwa durch Pensionsverpflichtungen - zu schließen. Sie mussten dies in einem Umfeld schwieriger Marktverhältnisse tun. Unsicherheit vor dem Irak-Krieg, steigende Zuversicht bei seinem Beginn, Zweifel wieder nach seinem Ende. All das begleitet von hoher Volatilität, die das Risiko bei der Mittelaufnahme weiter erhöhte. Die fortgesetzte Unwilligkeit vieler Banken zur gewöhnlichen Kreditvergabe machte das Geschäft nicht gerade leichter.

Doch trotz all dieser Hürden und Hindernisse neigt sich das Jahr im Corporate Finance-Geschäft mit einem positiven Grundton seinem Ende zu. Nachdem die Reparaturarbeiten an den Bilanzen erfolgt, wenn auch nicht abgeschlossen sind, wagen sich viele Firmen nunmehr an die Finanzierung von Wachstum.

Die Ruhe und der optimistische Ausblick auf das kommende Jahr kann die Finanzvorstände kaum in Sicherheit wiegen. Denn viele Prognosen kommen zwar in einem optimistischen Grundton für 2004 daher, deuten aber zugleich auf die massiven Marktrisiken in der Zeit danach hin. Die US-Doppel-Defizite, die unterschiedlichen Wachstumsraten in Amerika, Europa und Asien deuten auf eine steigende Volatilität ab 2005 hin. Das bedeutet: 2004 kann und muss ein gutes Jahr für die Beschaffung neuer Mittel werden. Die Unternehmen sind gut beraten, die guten Zeiten zu nutzen. Regenschirme kauft man auch nicht erst, wenn das Gewitter beginnt.

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