Schlechter Ausblick für Chemieunternehmen
Angst dominiert die Börse

Vor der Eröffnung der New Yorker Börsen am Montag übten die Anleger an der Frankfurter Börse äußerste Zurückhaltung. Derzeit dominiere die Angst an den Börsen, sagte ein Händler.

dpa-AFX FRANKFURT.Der Deutsche Aktienindex Dax verlor 6,29 Prozent auf 4.115,98 Punkte und weitete damit seine Einbußen deutlich aus. Der Mdax der 70 mittleren Werte lag bei 3.965,68 Stellen - ein Minus von 2,94 Prozent. Zuvor hatten alle drei Indizes zwischenzeitlich in der Gewinnzone gestanden.

Die höchsten Verluste verzeichneten Lufthansa mit einem Minus von 11,66 Prozent auf 11,06 Euro. Im Nachmittagshandel war das Papier auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren gefallen. Mit den Verlusten reihte sich Lufthansa in die Riege der europäischen Fluggesellschaften, die nach den Terror-Anschlägen in den USA am Freitag weiter nachgaben.

"Die Schnäppchenjäger haben wohl wieder kalte Füße bekommen", sagte ein Händler in Frankfurt. An den Tagen zuvor sei die Lufthansa-Aktie zwar mit geringem Umsatz, aber hohen Kursausschlägen im Tagesverlauf gehandelt worden. "Da hatten einige zuvor wohl eine günstige Kaufgelegenheit gesehen."

Nach dem schlechten Ausblick für die Chemieunternehmen im zweiten Halbjahr standen auch BASF und Bayer unter Druck. Die Abkühlung der deutschen Chemiekonjunktur hat sich im zweiten Quartal fortgesetzt, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mitteilte. Der Absatz chemischer Produkte litt dabei unter einer schwachen Nachfrage im In- und Ausland. Mit einer raschen Erholung der Chemiekonjunktur in der zweiten Jahreshälfte sei nicht mehr zu rechnen, sagte der Verband weiter. BASF gaben 6,8 % auf 37,65 Euro ab, Bayer 5,8 % auf 30,10 Euro.

Die Angst vor Krieg und Rezession belastete Händlerangaben zufolge die Automobiltitel. Der Ölpreis steige deutlich und das Verbrauchervertrauen sinke, hieß es. Eine Rezession sei nicht auszuschließen. Dies drücke deutlich auf das Sentiment für Autowerte. Daimler-Chrysler fielen um 10,4 % auf 34,27 Euro, BMW um 10,8 % auf 27,70 Euro und VW um 7,9 % auf 40,00 Euro.

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