Schlechter ISM-Index belastet
Wall Street schließt sehr schwach

Neue Konjunkturdaten aus den USA drückten die Notierungen an der Wall Street am Montag weiter in die Verlustzone. Der Dow-Jones-Index und der Nasdaq-Index schlossen mit einem Minus von über drei Prozent.

vwd NEW YORK. Mit einer sehr schwachen Tendenz sind die Aktien an Wall Street in die neue Woche gestartet. Grund war der unter den Erwartungen der Analysten ausgefallene ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes, der im Juli mit 53,1 deutlich unter den Prognosen von 57 blieb. Dies belastete die ohnehin schon negative Stimmung, so ein Teilnehmer. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte reduzierte sich um 3,2 % bzw. 270 Stellen und ging bei 8 044 Punkten aus dem Handel. Der S&P-500-Index gab um 3,4 % bzw. 30 Punkte auf 835 nach. Der Nasdaq-Composite-Index verzeichnete einen Abschlag von 3,4 % bzw. 42 Zählern auf 1 206 Punkte.

Es gebe derzeit einfach zu viele Risiken für die Anleger um sich am Markt zu engagieren, erklärte ein Teilnehmer am Montag den Verlauf. Neben den Gefahren einer weiteren Abschwächung der US-Konjunktur sei dies auch die Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Unternehmensergebnisse. Im Blickpunkt standen vor der Bekanntgabe ihrer Quartalszahlen am Dienstag Cisco Systems. Die Aktien gaben um 4,5 % auf 11,36 $ nach und fielen damit wieder in die Nähe ihres Tiefs vom 27. September bei 11,04 $. Die Analysten von Lehman Brothers hatten die Titel auf "Equal Weight" nach "Strong Buy" heruntergestuft. Begründet wurde der Schritt mit dem anhaltend schwachen makroökonomischen Umfeld.

Procter & Gamble verloren trotz Quartalszahlen, die über den Erwartungen des Marktes gelegen hatten, 2,7 % auf 87,44 $. Das Minus wurde von Teilnehmern mit dem schwachen Ausblick für das im Dezember endende Quartal begründet. Im Blickpunkt standen auch die Finanzwerte. So verloren Citigroup 7,2 % auf 28,65 $, während J.P. Morgan um 6,3 % auf 22,35 $ nachgaben. Die Analysten von Lehman Brothers hatten die beiden Werte im Zuge der Einführung eines neues Rating-Systems mit nur noch drei Einstufungen auf "Equal-Weight" nach "Strong Buy" heruntergenommen. Zur Begründung verwies Lehman Brothers auf das weiterhin schwache Umfeld der Aktienmärkte sowie das gesunkene Verbrauchervertrauen, was sich auf das Kreditkartengeschäft negativ auswirken könnte.

Walt Disney gaben um 6,8 % auf 14,27 $ nach. Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Unternehmens hinsichtlich einer möglichen Herabstufung unter Beobachtung gestellt. Zu den wenigen Gewinnern gehörten Philip Morris, die sich um 5,1 % auf 47,50 $ verbesserten und von einer insgesamt positiven Stimmung für diesen Sektor profitierten. Zudem habe das Unternehmen einen sehr wichtigen Prozess in Kalifornien für sich entscheiden können, erklärte ein Teilnehmer. Die Aktien von R.J. Reynolds Tobacco erhöhten sich um 2,8 % auf 56,14 $. Pepsi fielen um 4,7 % auf 40,94 $, nachdem die Analysten von Thomas Weisel ihr Rating reduziert hatten. Die Bewertung der Titel sei weiterhin zu hoch, hieß es zur Begründung.

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