Schlechteres Ergebnis für 2001
Intershop-Management gesteht Fehler ein

Der Software-Anbieter Intershop erwartet nach eigenen Angaben im laufenden Geschäftsjahr ein schlechteres Ergebnis als im Vorjahr.

rtr HAMBURG. Zugleich halte das Unternehmen aber am Ziel fest, auf Quartalsbasis bis zum Jahresende die Gewinnschwelle zu erreichen, sagte der für das operative Geschäft zuständige Intershop-Vorstand Wilfried Beeck am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Hamburg. Bislang hatte Intershop im Vergleich zum Vorjahr mit einem konstanten Verlust gerechnet.

Verlorenes Vertrauen soll zurück gewonnen werden

Als Nahziel nannten Bleeck und Vorstanfschef Stephan Schambach, verlorenes Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. "Wenn uns das in den nächsten Monaten gelingt,sehen wir auch wieder großes Potenzial für die positive Entwicklung des Intershop-Aktienkurses", sagte Bleeck. Der Mitbegründer des Softwareunternehmens räumte ein, dass das Management ebenso wie die Konkurrenz und Branchenkenner die Marktlage falsch eingeschätzt hätten.

Interhop-Aktie mit starkem Wertverlust

Intershop hatte Anfang 2001 wegen eines schwachen US- Geschäfts seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das abgelaufene Quartal gesenkt. Daraufhin hatte die im Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax50 vertretene Intershop-Aktie zeitweise zwei Drittel ihres Werts eingebüßt und den gesamten Neuen Markt mitgerissen. Im ersten Quartal 2001 hatte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 19 % auf 20,3 Millionen Euro verringert. Außerdem wurde ein operativer Verlust von 35,6 Millionen Euro nach einem Gewinn im Vergleichsquartal des Vorjahres von 1,1 Millionen Euro ausgewiesen. Als Folge des schwachen US-Geschäfts wurde ein weltweites Restrukturierungsprogramm eingeleitet.

Für Gesamtjahr noch Verlust erwartet

Für das Gesamtjahr rechnet Intershop in Europa mit steigenden Erlösen, während in den Regionen Amerika und Asien-Pazifik lediglich Umsätze auf Vorjahresniveau erwartet werden. Für den US-Markt bleibe abzuwarten, wie schnell dort die Neuausrichtung gelinge und wie sich die dortige Konjunkturentwicklung auf die Investitionen der Unternehmen auswirke, heißt es in dem Geschäftsbericht.

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