Schleppende Konjunktur als Hauptgrund
Zahl der Überstunden sinkt 2002 weiter

Die Zahl der Überstunden in Deutschland wird nach Experten-Schätzungen in diesem Jahr auf ein Rekordtief sinken.

WiWo/ap NÜRNBERG. Die Beschäftigten werden im laufenden Jahr etwa 1,684 Milliarden Stunden bezahlte Mehrarbeit leisten, das sind 49 Millionen weniger als im Vorjahr, erklärte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung an der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit am Montag. Das Institut bestätigte damit einen Bericht der "Welt".

Das Institut (IAB) geht bei den Berechnungen von einem Wirtschaftswachstum von 0,75 Prozent für 2002 aus. Der Prognose zufolge wird dieses Jahr jeder der rund 34,7 Millionen Beschäftigten in Deutschland 60,1 Überstunden leisten. Dies entspricht 1,15 Stunden Mehrarbeit pro Woche. In den sechziger und siebziger Jahren kam nach Informationen der "Welt" jeder Beschäftigte häufig auf mehr als 100 Überstunden.

Hauptgründe für den Rückgang der Überstunden sind laut IAB die schleppende Konjunktur sowie der Ausbau von Arbeitszeitkonten. Zudem erwarten die Forscher einen kräftigen Anstieg der Kurzarbeit: Die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit wird sich vermutlich auf 250 000 verdoppeln.

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