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Schleppender Wahlauftakt in Namibia

In Namibia haben zweitägige Parlaments- und Präsidentschaftswahlen begonnen. Die Wahlbeteiligung war zunächst eher gering.

dpa WINDHUK. In Namibia haben zweitägige Parlaments- und Präsidentschaftswahlen begonnen. Die Wahlbeteiligung war zunächst eher gering. Nach Angaben des Oberhäuptlings der Herero, Präsidentschaftskandidat Kuaima Riruako, gab es auch vereinzelt Probleme mit Computern, die eine mehrfache Stimmabgabe der knapp eine Million Wähler verhindern sollen.

Einige Computer hätten nicht richtig funktioniert. "Aber wir werden das im Auge behalten", sagte er nach seiner Stimmabgabe in der Hauptstadt Windhuk.

Vierzehn Jahre nach der Unabhängigkeit in der einstigen Kolonie Deutsch-Südwestafrika beenden die Wahlen die Ära von Gründungspräsident Sam Nujoma. Der 75-jährige, der als einer der Ersten seit Stimme abgab, tritt nach drei Amtszeiten nicht mehr an. Er behält als Vorsitzender der Regierungspartei Swapo aber politischen Einfluss.

Experten führten die mäßige Beteiligung auf den absehbaren Ausgang der Wahl zurück, bei der erneut eine hohe Erfolgsquote der Regierungspartei Swapo erwartet wird. Die aus der früheren Befreiungsbewegung hervorgegangene Partei hatte bereits 1999 mit 55 Abgeordnetensitzen eine Dreiviertelmehrheit im Parlament abgesichert.

Um die insgesamt 72 Parlamentssitze bewerben sich insgesamt neun Parteien, von denen sieben Präsidentschaftskandidaten ins Rennen schickten. Aussichtsreichster Kandidat ist der bisherige Landminister und Swapo-Kandidat Hifikepunye Pohamba (69). Offizielle Wahlergebnisse werden nicht vor dem Wochenende erwartet.

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