Schleppendes Geschäft
Dax verharrt im Minus

Händler beklagen sich über ein schleppendes Geschäft.

dpa FRANKFURT/MAIN. Am deutschen Aktienmarkt gaben die Standardwerte am Montag nach. Im frühen Nachmittagshandel notierte der Dax um 0,81 % niedriger mit 6 942,54 Punkten. Gleichzeitig erhöhten sich die 70 Werte im M-Dax insgesamt um 0,94 % auf 4 869,01 Zähler. Am Neuen Markt fielen die Wachstumswerte um 0,86 % auf 5 744,61 Nemax-Punkte.

Die Börsen in London und Paris bewegten sich um das Freitagsniveau, während die europäischen Standardwerte im Euro-Stoxx um ein Prozent fielen und mit 5 147,16 Punkten notierten.

"Das Geschäft läuft schleppend", sagte ein Aktienhändler einer niederländischen Großbank. Die schlechten Vorgaben der US-Börsen sowie der weiterhin schwache Euro und die Ölpreis-Debatte drückten auf die Kurse.

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählten Versorgertitel. Versorgerpapiere gelten als "defensive" Anlagen. Zudem profitierten die Energieunternehmen von den hohen Rohölpreis. Eon kletterten um 0,34 % auf 53,58 Euro und RWE verteuerten sich um ein halbes Prozent auf 41,30 Euro.

Die Übernahme des amerikanischen Investmentbank Wasserstein Perella durch die Dresdner Bank brachte nach Händlerangaben Schwung in den Handel mit Finanzpapieren. Wegen des geplanten Aktientauschs lagen die Dresdner-Bank-Aktien mit einem Prozent im Minus bei 47,42 Euro. Auf Grund von Spekulationen über eine Verdoppelung des Aktienpakets der spanischen Banco Santander an der Frankfurter Bank auf rund zehn Prozent kletterten Commerzbank-Papiere um 1,69 % auf 32,54 Euro.

Verluste verzeichneten ebenfalls Technologiewerte im Dax. Infineon verloren 0,81 % auf 60,50 Euro und Epcos gaben 0,57 % auf 101,50 Euro ab. Die Aktie des Mutterkonzerns Siemens verbilligte sich um 1,45 % auf 177,25 Euro.

Die Telekom-Aktie präsentierte sich am Montag mit plus 0,21 % auf 43,33 Euro stabil. Technische Faktoren seien für die Kursentwicklung ausschlaggebend, sagte ein Händler der Frankfurter Sparkasse. Die Unterstützungslinie um 41,50 Euro habe am Donnerstag gehalten. Da der Titel derzeit bei hohen Umsätzen keine Anzeichen eines erneuten Rutsches auf diese Marke hin gäbe, weise die technische Analyse auf eine Aufwärtsbewegung hin. Die Gerüchte über eine Teilfusion der British Telecom mit AT&T belaste die Aktie der Bonner nicht. "Man hat sich abgewöhnt, die Telekom mit anderen Konzernen zu vergleichen und betrachtet lediglich den Fortgang der Umstrukturierung", erläuterte eine Münchener Händlerin.

Die Aktie der Volkswagen legte zu, nachdem die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs an ihrer "Market-Performer"-Bewertung für die VW-Aktie festgehalten hatte. Die Einstufung folgte auf die Ankündigung, zehn Prozent ihrer Stammaktien zurückzukaufen. Zuletzt kletterte die VW-Aktie um 1,22 % auf 49,60 Euro. Goldman Sachs hob hervor, dass der Aktienrückkauf ein Versuch sei, den seit Jahren dümpelnden Aktienkurs zu stützen. Um den Kurs nachhaltig zu heben, müsste der Wolfsburger Konzern jedoch die Kostenbelastung reduzieren und die Effizienz in der Produktion erhöhen.

Am Rentenmarkt fiel der Bund-Future um 0,3 % auf 104,31 Zähler. Gleichzeitig gab der Rentenmarktindex REX um 0,2 % auf 109,57 Zähler ab. Die Umlaufrendite lag am Nachmittag bei 5,37 (Freitag: 5,31 %).

Der Euro erholte sich von den Tiefstständen und notierte zuletzt mit 0,8527 $. Ein Dollar kostete 2,2937 DM.

Das Papier von Volkswagen legte zu, nachdem die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs an ihrer "Market-Performer"-Bewertung für die VW-Aktie festgehalten hatte. Die Einstufung folgte auf die Ankündigung, 10 % ihrer Stammaktien zurückzukaufen. Zuletzt kletterte die VW-Aktie um 1,22 % auf 49,60 Euro. Goldman Sachs hob hervor, dass der Aktienrückkauf ein Versuch sei, den seit Jahren dümpelnden Aktienkurs zu stützen. Um den Kurs nachhaltig zu heben, müsste der Wolfsburger Konzern jedoch die Kostenbelastung reduzieren und die Effizienz in der Produktion erhöhen.

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