Schleswag und Hein Gas sollen bis zum Jahr 2003 fusionieren
Eon bündelt Kräfte in Norddeutschland

Das Energieversorgungsunternehmen Schleswag AG aus Rendsburg und die Hamburger Gaswerke GmbH (Hein Gas) sollen bis 2003 verschmolzen werden.

beu HAMBURG. Mehrheitseigentümer von Hein Gas ist mit 89,9 % die Münchener Eon Energie AG, Tochter des Düsseldorfer Energiekonzerns Eon AG. An der Schleswag ist die Eon AG mit 65,3 % beteiligt; die übrigen Anteile halten elf schleswig-holsteinische Landkreise. Mit der Verschmelzung bündelt Eon als dominierender Energieversorger Norddeutschlands seine dortigen Aktivitäten.

Hans-Dieter Harig, Chef von Eon Energie und Aufsichtsratsvorsitzender von Hein Gas, hat dies gegenüber dem Stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Roland Schoop (Verdi) und dem Betriebsrat klargestellt, heißt es. Die betroffenen Unternehmen haben keine Stellungnahme abgegeben. Doch hat der Hein Gas-Betriebsrat die Mitarbeiter in einem Rundschreiben entsprechend informiert.

Der Schleswag-Vorstandsvorsitzende Hans-Jakob Tiessen soll Nachfolger für den am 31. Oktober ausscheidenden Hein Gas-Chef Ulrich Hartmann (64) werden. Im Gegenzug soll der bisherige Hein Gas-Controller Dirk Rüggen in den Schleswag-Vorstand gehen.

Die Schleswag versorgt in Schleswig-Holstein 700 000 Strom- und 90 000 Gaskunden und beschäftigt rund 1900 Mitarbeiter. Sie hat 2001 alle mit Bau und Instandhaltung verbundenen Aufgaben für die Stromnetze der Eon Netz GmbH übernommen. Hein Gas mit 1000 Mitarbeitern hat 700 000 Gaskunden. Beide Konzerne standen vor der Übernahme von Hein Gas durch Eon Energie in Schleswig-Holstein im Wettbewerb. Hein Gas ist nicht nur in Hamburg und Schleswig-Holstein aktiv, sondern über Hansegas auch in Mecklenburg-Vorpommern. Eon ist in Norddeutschland nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt über die Avacon und in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg über die Edis im Strombereich dominant.

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