Schlimmste Feuersaison seit 50 Jahren
Brände im Westen der USA toben weiter

dpa BOISE. Bei den gewaltigen Bränden im Westen der USA gibt es keine Aussicht auf ein Ende der Feuersbrunst. Insgesamt 64 Feuer tobten am Montag in elf Bundesstaaten und setzten mit unverminderter Kraft ihr Zerstörungswerk fort. Beamte der Forstverwaltung rechnen damit, dass bald über 4 000 Quadratkilometer verbrannt sind. Mit Sorge beobachteten Wetterexperten zudem aufziehende Gewitter, die bei trockener Luft nur Blitzschlag, aber keinen Regen bringen. Blitze hatten in den vergangenen Tagen immer wieder neue Feuer in bereits einmal gelöschten Gebieten ausgelöst.

Die Bundesstaaten Montana und Idaho sind am schwersten betroffen. In Colorado konnte Gouverneur Bill Owens am Montag aber sogar etwas Positives an dem Feuer im Nationalpark Mesa Verde entdecken. Archäologen seien gespannt, was sich unter dem jetzt abbrennenden dichten Buschland befindet, das noch nie durchdrungen wurde, sagte er im CNN-Fernsehen. Möglicherweise könnten neue Aufschlüsse über das rätselhafte Verschwinden der Pueblo-Indianer gefunden werden, die im 13. Jahrhundert ihre Höhlensiedlungen ohne irgendwelche Spuren verlassen hatten. Diese tausende Jahre alten Bauten gehören zu den bedeutendsten archäologischen Stätten in den USA. Sie seien wegen ihrer Lage in einem unbewachsenen Canyon nicht direkt vom Feuer bedroht, sagte ein Parksprecher. Aber die Flammen tobten nur einen Kilometer vom Besucherzentrum entfernt.

Am Dienstag will US-Präsident Bill Clinton seinen Urlaub auf der Atlantikinsel Marthas Vineyard unterbrechen und sich selbst ein Bild von der Lage in den Brandgebieten machen. Er wolle Möglichkeiten erörtern, die Bundeshilfe noch zu verstärken, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Der Westen der USA erlebt derzeit die schlimmste Feuersaison seit 50 Jahren.

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