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Schlünz geht - „Wölfe“ bleiben Spitze - Bayern Zweiter

Der VfL Wolfsburg setzt sich an der Spitze der Fußball-Bundesliga fest, Hansa Rostocks Trainer Juri Schlünz tritt zurück und der FC Bayern München hält mit einem Sieg in Bochum den Anschluss.

dpa DÜSSELDORF. Der VfL Wolfsburg setzt sich an der Spitze der Fußball-Bundesliga fest, Hansa Rostocks Trainer Juri Schlünz tritt zurück und der FC Bayern München hält mit einem Sieg in Bochum den Anschluss.

Vier Wochen vor Beginn der Winterpause geht den ersten vielbeschäftigten Europapokal-Teilnehmern allmählich die Luft aus, während sich die niedersächsischen Clubs aus Wolfsburg und Hannover in den Top-Five tummeln. Die "Wölfe" zeigten sich eine Woche nach dem 0:4 in Nürnberg gut erholt und besiegten im Spitzenspiel den VfB Stuttgart mit 3:0. Der krisengeplagte BVB hingegen rutscht nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern immer tiefer ab.

Der FC Bayern München vermied einen Rückschlag. Das Team von Trainer Felix Magath drehte beim VfL Bochum ein 0:1 in einen 3:1-Sieg und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz. Vratistav Lokvenc traf für die Bochumer, ehe die Gäste durch Paulo Guerrero (2) und ein Eigentor von Christoph Preuß erfolgreich waren.

Im zweiten Sonntagspiel erlebte Hansa Rostock ein Debakel. Mit dem 0:6 gegen den Hamburger SV musste das Tabellen-Schlusslicht im siebten Saison-Heimspiel die siebte Niederlage und die höchste Heimniederlage in der Bundesliga hinnehmen. Hansa-Coach Schlünz trat unmittelbar nach dem "Doppelpack" von David Jarolim sowie Treffern durch Collin Benjamin, Naohiro Takahara, Moreira und Bernardo Romeo von seinem Amt zurück.

"Das war taktisch unsere beste Saisonleistung", jubelte Wolfsburgs Trainer Erik Gerets nach dem souveränen Sieg gegen die Schwaben. Der erste Treffer von Thomas Brdaric nach 833 Minuten und zwei Tore von Martin Petrow unterstrichen die Ambitionen der Niedersachsen. "Das ist eine gute Mannschaft, die noch eine ganze Weile oben mitspielen wird", lobte Stuttgarts Silvio Meißner den Tabellenführer. Für den VfB war es innerhalb von drei Tagen nach der Pokalpleite gegen Bayern München die zweite deftige Niederlage.

Ebenso wie die Stuttgarter musste auch der FC Schalke 04 seinem umfangreichen Spielprogramm Tribut zollen. Die 1:3-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin war zugleich das Ende zweier bemerkenswerter Serien. Zum einen erlebte Schalke im elften Spiel unter Trainer Ralf Rangnick die erste Niederlage, Hertha hingegen gewann durch die Treffer von Marcelinho, Nando Rafael und Niko Kovac erstmals seit 34 Jahren wieder ein Bundesligaspiel auf Schalke. "Jetzt müssen wir aufpassen, es kann auch ganz schnell in die andere Richtung gehen", warnte Schalke-Torhüter Frank Rost.

Diese Erfahrung muss Revier-Nachbar Borussia Dortmund derzeit machen. Nach dem 0:1 beim 1. FC Kaiserslautern rückt der BVB immer näher an die Abstiegsränge. "Ich bin enttäuscht von ein paar Spielern. Es gibt einige, die nur gut spielen, wenn die ganze Mannschaft gut ist", kritisierte Trainer Bert van Marwijk. Die Entscheidung zu Gunsten der Pfälzer fiel durch einen von Ferydoon Zandi verwandelten Foulelfmeter.

Die Überraschungsteams der bisherigen Spielzeit heißen Hannover 96 und Arminia Bielefeld. Während sich die Niedersachsen nach dem 2:0 gegen den FSV Mainz 05 und dem fünften Heimsieg in Serie in den Top- Five festgesetzt haben, glänzen die Ostwestfalen vor allem in der Fremde. Der 3:2-Erfolg beim abstiegsgefährdeten SC Freiburg war schon der vierte Auswärtssieg der Bielefelder.

Eine erfolgreiche Heimpremiere feierte der frühere niederländische Bondscoach Dick Advocaat beim 2:1-Erfolg seines neuen Clubs Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Nürnberg. "Das war schon eine Steigerung, aber wir müssen noch besser werden", forderte der ehrgeizige Trainer, dessen Team durch die Treffer von Oliver Neuville und Vaclav Sverkos zum verdienten Sieg kam.

Mit dem dritten Auswärtspunkt der Saison hat Bayer Leverkusen durch das 2:2 bei Meister Werder Bremen den Anschluss an die Spitzengruppe gehalten. Nach dem Doppelschlag durch Andrej Woronin und Dimitar Berbatow schien die Bayer-Elf schon auf der Siegerstraße, ehe Nelson Valdez der Ausgleich für Werder gelang.

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