Schlüssel zu mehr Umsatz liegt im interaktiven Fernsehen
James Murdoch erwartet ein harter Job

Die Strategie des neuen BSkyB-Chefs ist noch unklar. Klar ist dagegen: Sein Bezahlfernsehen steht vor einem Wandel.

LONDON. Der Weg von Hongkong nach London ist weit. Für James Murdoch, den jüngsten Sohn des Medienzars Rupert Murdoch, war er in den vergangenen Wochen auch beschwerlich: Ständig musste der 30-Jährige hin- und her jetten. Während er als Chef von Star TV in Asien letzte Aufgaben zu erledigen hatte, wartete in Europa auf den frisch gebackenen Vorstandsvorsitzenden von British Sky Broadcasting (BSkyB) ein harter Job - und Investoren mit bohrenden Fragen.

Nun ist die Pendelei vorbei. Heute wird James Murdoch auf der Hauptversammlung von BSkyB in London als Chef Rede und Antwort stehen. Dabei dürfte viel über den Handstreich seines Vaters gewettert werden, der als Chairman und Großaktionär BSkyB kontrolliert. Er hatte den Sohn gegen den Willen von Investoren durchgesetzt.

Wichtiger sei aber eigentlich, so ein Medienanalyst, dass James Murdoch heute erstmals Hinweise gibt, welche Strategie er mit BSkyB eigentlich verfolgt: "Der Machtkampf ist gelaufen, jetzt zählt die Richtung." Der junge Murdoch wird die erfolgreiche Marschroute seines Vorgängers Tony Ball kaum ändern. Unter Ball hat BSkyB mit enormen Investitionen in die Digitaltechnik sowie in exklusive Angebote wie Fußball die Zahl der Kunden auf 7 Millionen verdoppelt und ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Die Früchte dieser Aufbauarbeit kann Murdoch nun ernten. Dennoch ist dies kein Ruhekissen. Auf dem weiteren Weg von BSkyB lauern Gefahren. So wird es schwer sein, den "Ball-Boom" fortzusetzen. Mit angestrebten 8 Millionen Abonnenten stößt auch der britische Pay-TV-Markt an erste Grenzen.

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