"Schlüssige Strategie"
Moulinex favorisiert SEB-Offerte

Der angeschlagene französische Haushaltsgerätehersteller Moulinex favorisiert einem Zeitungsbericht zufolge unter einer Reihe von Angeboten die vom Konkurrenten SEB abgegebene Teilofferte. "Ich erachte SEBs' Angebot für eines, das am besten die Aktivitäten von Moulinex bewahrt und den Angestellten entgegenkommt", zitierte die Zeitung "Le Figaro" den Moulinex-Chef Patrick Puy in ihrer Samstagsausgabe.

Reuters PARIS. Die SEB-Offerte umfasse eine schlüssige Strategie, gepaart mit einem hochqualitativen Management-Team, das seine Fähigkeit, Gewinne zu erhöhen und Krisen zu überwinden bewiesen habe, sagte Puy dem Bericht nach weiter. Die SEB-Offerte sieht den Angaben nach lediglich die Übernahme einiger Bereiche bei elektronischen Kleingeräten und des Krups-Kaffeegeschäfts vor. Daneben seien auch Bereiche in Mexiko, Ägypten und Spanien in der Offerte enthalten.

Nach dem Plan von SEB würden 2 450 Stellen in Frankreich erhalten bleiben und weitere 1 800 Arbeitsplätze in den anderen Ländern. Insgesamt beschäftigt Moulinex 11 000 Arbeiter in Frankreich und mehr als 10 000 im Ausland.

Das zuständige französische Gericht hatte die Frist für die Abgabe von Übernahmeofferten für Moulinex verlängert, um SEB Zeit für ein formelles Angebot zu geben. Der französische Immobilienfonds Fidei, eine Tochter der US-Holding Leucadia National Corp, hatte ebenfalls ein Angebot für Moulinex vorgelegt, ebenso wie der kanadische Fonds Euroland International. Auch der niederländische Elektronikkonzern Philips Electronics hatte Interesse an einer Übernahme Sparte Krups signalisiert, bislang aber kein formelles Angebot vorgelegt.

Die Traditionsfirma Moulinex hatte am 7. September einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt, nachdem die Verhandlungen über die Finanzierung der Umstrukturierung der Firma gescheitert waren.

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