Schlussbericht
Börse Tokio fällt auf neues Jahrestief

Der Nikkei-225-Index reduzierte sich um 1,8 Prozent und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit dem 24. März des Vorjahres.

Mit sehr schwachen Notierungen ist der Tokioter Aktienmarkt am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225-Index reduzierte sich um 1,8 Prozent bzw 288,67 JPY auf 15.639,95. Der Nikkei-300-Index ging um 1,6 Prozent bzw 4,57 Punkte auf 284,34 zurück, während der Topix 1,7 Prozent bzw 25,41 Stellen auf 1.448,11 verlor.



Damit schloss der Nikkei-225-Index auf dem tiefsten Stand seit dem 24. März des Vorjahres. Insgesamt wurden an dem als nachrichtenarm bezeichneten Handelstag 492,97 (386,06) Mill. Aktien umgesetzt.



Händler begründeten die Entwicklung mit den jüngsten Gewinnwarnungen von US-Unternehmen und den damit verbundenen Sorgen der Anleger um eine sich abschwächende US-Konjunktur. Dadurch könnte wiederum eine Erholung der japanischen Wirtschaft behindert werden. Nach der Gewinnwarnung des US-Kamera- und Fotobedarfherstellers Eastman Kodak rutschten Fuji Photo Film um 7,7 Prozent bzw 290 JPY auf 3.490.



Konica ermäßigten sich um 4,4 Prozent bzw 35 JPY auf 760, obwohl das Unternehmen zuvor angekündigt hatte, dass das Ergebnis des ersten Geschäftshalbjahres über den Erwartungen ausfallen und damit die Gewinnschwelle erreicht werden würde. Ebenfalls zu den Kursverlierern zählten die Technologiewerte. So setzten Tokyo Electron ihre Kursverluste vom Vortag fort und verloren sechs Prozent bzw 640 JPY auf 10.050. NTT gingen um 5,3 Prozent bzw 60.000 JPY auf 1,070 Mio, und NEC um 4,3 Prozent bzw 105 JPY auf 2.365 zurück. Gegen den Trend gewannen NTT DoCoMo auf Grund von Berichten, wonach sich das Unternehmen mit AOL in Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit befinden soll, zwei Prozent bzw 60.000 JPY auf 3,13 Mio.



Im Rahmen einer defensiven Gegenbewegung hätten japanische Investmentfonds Titel aus dem Pharma- und Immobiliensektor gekauft, erläuterte ein Marktteilnehmer. Vor diesem Hintergrund verteuerten sich Takeda Chemical Industries um 1,2 Prozent bzw 80 JPY auf 6.740, und Mitsubishi Fudosan um 3,5 Prozent bzw 42 JPY auf 1.242. Darüber hinaus würden diese Sektoren mit ihrer recht verlässlichen inländischen Nachfrage für die Investmentfonds ein Gegengewicht zu einer möglichen negativen Auswirkung eines nachlassenden US-Wachstums darstellen, hieß es.

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