Schlussbericht
Dax etwas fester - Infineon und Epcos im Aufwind

Die Wahl des US-Präsidenten am Dienstag ließ Händlern und Analysten zufolge den deutschen Aktienmarkt kalt.

dpa FRANKFURT/MAIN Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Aktien haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Zwar gab der Deutsche Aktienindex DAX einen Großteil seiner frühen Gewinne abgab, konnte sich aber im Plus halten. Der DAX schloss mit einem Zuwachs von 0,11 Prozent auf 7 136,30 Zähler. Der NEMAX 50 (Performance-Index) fiel dagegen um 0,38 Prozent auf 4 679,21 Punkte. Die 70 mittelgroßen Werte im MDAX gingen mit plus 0,73 Prozent bei 5 028,58 Zählern aus dem Handel.

Der Deutsche Aktienmarkt brauche nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Zeit nun eine Verschnaufpause, sagte Händler Andreas Knöfler von der Berenberg Bank. Deshalb fehle ihm jetzt einfach die Kraft, um weiter zu steigen. Die Wahl des US-Präsidenten am Dienstag ließ Händlern und Analysten zufolge den deutschen Aktienmarkt kalt. "Ob der Demokrat Al Gore oder der Republikaner George W. Bush das Rennen bei der Präsidentschaftswahl macht, wird weder aktuell noch in den nächsten Tagen die heimische Börse beeinflussen", urteilte ein Hamburger Aktienhändler.

Ungebrochen fest notierten Infineon-Aktien, die mit einem Plus von 2,89 Prozent auf 54,53 Euro DAX-Gewinner waren. Epcos kletterten 2,07 Prozent auf 98,80 Euro. Allein das Mutterunternehmen Siemens drehte nach einem festen Start etwas ins Minus und fiel um 0,72 Prozent auf 153,89 Euro. Auf die Werte wirke sich die Veröffentlichung der anstehenden Unternehmenszahlen aus, sagte Thilo Müller, Händler bei der BHF-Bank. Bei Siemens und Infineon rechnen Analysten erneut mit einer Rekordbilanz. Insgesamt wirkten sich die positiven Prognosen auch auf Epcos beflügelnd aus, sagte Müller.

Einer der Spitzenwerte im DAX war Volkswagen-Aktien. Mit einem Plus von 0,98 Prozent auf 60,63 Euro konnten sie sich in der Gewinnzone halten. Der Kursanstieg sei immer noch eine Reaktion auf die guten Ergebnisse der ersten neun Monate, die "deutlich über den Erwartungen" gelegen hätten, begründete Analyst Frank Laser von der Vereins und Westbank - die Entwicklung. Viele Analysten hätten danach das Papier zum Kauf empfohlen. Darüber hinaus wirke sich der von VW geplante Ausbau der Financial Services und des Fahrzeugservices positiv auf den Aktienkurs aus.

Zu den Schlusslichtern gehörten bis zum Handelsende die Aktien der HypoVereinsbank, die um 1,05 Prozent auf 65,20 Euro verloren. Analysten der Deutschen Bank hatten die jüngsten Unternehmensergebnisse und das ihrer Meinung nach zu geringe Wachstum als Anlass genommen, das Papier abzustufen. Die Börsen in London und Paris schlossen uneinheitlich. Die wichtigsten Aktien im EuroStoxx 50 fielen um 0,20 Prozent auf 5 091,25 Zähler.

Der Kursverlauf des Euros war in erster Linie von der erneuten Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Gunsten der Gemeinschaftswährung geprägt. Während die europäische Währung sich vor der Intervention der Notenbank stabil oberhalb der Marke von 0,86 US-Dollar hielt, schnellte sie danach kurzzeitig auf mehr als 0,87 Dollar. Danach verlor der Euro kontinuierlich an Boden und notierte zuletzt bei 0,8589 US-Dollar. Die EZB setzte den Referenzkurs am Montag auf 0,8667 US-Dollar (Freitag: 0,8730) fest. Der Dollar kostete damit 2,2566 (2,2404) DM.

Am Rentenmarkt fiel der Bund Future zehnjähriger Staatsanleihen zuletzt um 0,01 Prozent auf 105,43 Punkte. Der Rentenmarktindex REX notierte um 0,07 geschwächt auf 105,43 Punkte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,25 (Freitag: 5,23) Prozent fest.

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