Schlussbericht
Nemax wegen Nasdaq mit Verlust

Im Sog der schwachen US-Computerbörse hat der Neue Markt gut 1 % verloren.

Reuters FRANKFURT. Der Neue Markt in Frankfurt hat im Sog der schwachen US-Computerbörse Nasdaq am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Händlern zufolge drückte die schlechte Stimmung bei den Standardwerten nach dem Scheitern der Fusion von Dresdner Bank und Commerzbank auch auf das Wachstumssegment. Es habe keine großen Käufer gegeben. Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index verringerte sich um 0,94 % auf 5449,14 Punkte. Das Blue-Chip-Barometer Nemax 50 verlor 1,19 % auf 6168,40 Zähler.

Die Wall Street zeigte sich zu Börsenschluss in Deutschland schwächer. Der Dow-Jones-Index notierte 1,2 % tiefer auf 10 572 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index rutschte um 1,7 % auf 3963 Zähler.

Zu den Gewinnern am Neuen Markt gehörten die Papiere der Kabel New Media AG . Die Aktien schlossen mit 22,20 Euro um gut sechs Prozent fester. Das Plus sei in erster Linie eine technische Reaktion auf die Kursverluste am Dienstag gewesen, sagte ein Händler. Ausschlag gebend sei aber auch der Plan für ein Gemeinschaftsunternehmen mit Karstadt-Quelle gewesen. Karstadt-Quelle und Kabel New Media hatten die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens für den elektronischen Handel bekannt gegeben.

Ebenfalls fester präsentierten sich die Aktien der IPC Archtec . Der Titel des Vermarkters von Konsumelektronik verteuerte sich um 6,2 % auf 64,75 Euro. Händler machten für den Kursanstieg die Nachfrage eines Großinvestors verantwortlich.

Die Aktien der e.multi Digital AG waren größter Verlierer. Das Papier brach um 12,7 % auf 13,10 Euro ein. Ein Händler sagte, dass vermutlich Gewinne mitgenommen worden seien.

Die Aktien des Börsenneulings USU AG waren dagegen mit einem Plus von 15,0 % auf 20,70 Euro größter Kursgewinner. Ein Händler sagte, dass vermutlich institutionelle Anleger das Papier nachgefragt hätten, zumal es sich um ein "fundamental gutes" Unternehmen handele. Die Papiere des Software- und Beratungsunternehmens werden seit dem 4. Juli im Wachstumssegment gehandelt. Sie waren zu 17 Euro ausgegeben worden.

Die ComRoad AG teilte mit, sie habe sich im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres positiv entwickelt und die Prognosen für die kommenden Jahre angehoben. Die Aktien stiegen daraufhin um 9,25 % auf 43,70 Euro.

Weiterhin ruhig zeigte sich das Geschehen im vorbörslichen Telefonhandel. Erfolg versprechend sehe nach wie vor die Aktie der Lion Bioscience aus, sagte Norbert Empting von der Börsenmakler Schnigge AG. Als Anhaltspunkt dafür wertete er, dass auf der Käuferseite viele Kleinkunden mit Ordergröße ab 75 Stücken zu sehen gewesen seien. Das Interesse privater Anleger sei in der Vergangenheit immer ein positiver Indikator gewesen. Die Taxe für Lion stehe mit 72,50 zu 75,50 Euro weiterhin deutlich über der Preisspanne von 37 bis 44 Euro.

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