Schlussbericht
Neuer Markt schließt nach lustlosem Handel im Minus

Der Frankfurter Neue Markt hat sich am Freitag lustlos präsentiert und notierte, von einer kurzen Ausnahme abgesehen, durchgehend im Minus.

dpa-afx FRANKFURT. Am Ende verabschiedete sich der Nemax 50 mit einem Minus von 1,46 % auf 1.800,25 Zähler ins Wochenende. So niedrig war der Index im Mai noch nicht aus dem Handel gegangen. Der alle Werte umfassende Nemax All-Share büßte 0,98 % auf 1.872,01 Punkte ein.

Händlern zufolge war der letzte Handelstag der Woche von schwachen Umsätzen geprägt. Es gebe keine Impulse für steigende Aktien, hieß es. Die Stimmung am Markt habe nach der kurzen Euphorie vor zwei Wochen wieder nachgelassen. Zudem hätten einige Unternehmen zum Wochenschluss mit eher schlechten Zahlen enttäuscht.

Schlechte Nachrichten präsentierte am Morgen die Steag HamaTech AG, die in den ersten drei Monaten beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) einen Verlust von 5,2 Millionen Euro ausweisen musste. Ein Jahr zuvor waren es noch Plus 19,0 Mill. Euro gewesen. Die Aktie des Herstelles von Produktionsmaschinen für optische Speichermedien geriet jedoch nur kurz unter Druck und steigerte sich anschließend um 1,32 Prozent auf 15,30 Euro.

Dagegen büßte die Aktie von ce Consumer Electronic 17,48 Prozent auf 10,48 Euro ein, nachdem der Wert nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen zuerst im Plus lag. "Selbst Schuld, wenn die sich jetzt so äußern", kommentierte ein Händler den Kurssturz. Zwischen den Zeilen sei in der Ad-Hoc-Mitteilung eine verstecke Gewinnwarnung zu lesen gewesen. ce Consumer habe seine Gewinn-Prognose für das Jahr 2001 gesenkt.

T-Online verabschiedete sich mit einem Verlust von 0,39 Prozent auf 12,86 Euro aus dem Handel. Die Telekom-Tochter will kommende Woche zusammen mit der Ergo Versicherungsgruppe ein Internetportal zum Thema Rente starten.

IM Internationalmedia startete nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen schlecht in den Tag, schaffte dann aber doch noch den Sprung in die Gewinnzone. Am Ende verteuerte sich die Aktie um 4,04 Prozent auf 26,00 Euro. Die Zahlen lägen im Plan, teilte das Unternehmen mit.

Düstere Prognosen gab auch der Zeichentrickfilmproduzent RTV Family Entertainment ab. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen jetzt nur noch einen Gewinn vor Steuern und Zinsen in Höhe von 3 Mill. DM, geplant waren 17 Mill. DM. Der Titel rutschte um 24,75 Prozent auf 2,22 Euro ab.

Die Nexus AG stieg dagegen um 17,24 Prozent auf 5,10 Euro. Der Medizinsoftware-Spezialist hat vom Klinikum Ludwigshafen einen Auftrag in Höhe von einer Milllionen DM erhalten.

Die Aktie der artnet.com AG verteuerte sich um 10,33 Prozent auf 2,03 Euro. Das Unternehmen dementierte am Donnerstag nach Börsenschluss ein angebliches Übernahmeangebot durch die ACM GmbH. Es habe nie Gespräche gegeben, teilte artnet.com mit.

Lipro büßten 20,51 Prozent auf 1,55 Euro ein. Das Softwarehaus hatte in seiner Jahresbilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Verlust von 25,6 Mill. DM ausgewiesen, in seinen vorläufigen Zahlen war noch ein Gewinn von 2,4 Mio. DM angekündigt worden. Für das laufende Jahr wurden die Planungen deutlich nach unten geschraubt

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