Schlussbericht
Tiefrote Zahlen prägen den Handel am Neuen Markt

Der Neue Markt beendet den Handel am Montag im tiefroten Bereich. Händler berichteten von einem wiederum schwachen Handel, der von Gewinnmitnahmen geprägt war.

dpa-afx FRANKFURT. Der Neue Markt beendet den Handel am Montag im tiefroten Bereich. Der Nemax 50 verlor 4,76 % auf 1 714,54 Stellen. Der Nemax All Share gab um 3,60 % auf 1 804,55 Zähler nach.

Händler berichteten von einem wiederum schwachen Handel, der von Gewinnmitnahmen geprägt war. Der Handelsverlauf der US-Technologiebörse Nasdaq brachte ebenfalls keine Impulse. Diese lag bei Börsenschluss in Frankfurt nach einem Verlust von 1,70 % bei 2 071,51 Punkten.

Unter der Schwäche der US-Aktien litt insbesondere der auch an der Nasdaq gehandelte E-Commerce Spezialist Broadvision . Konkurrent Net-Objects hatte eine neue Softwarelösung angekündigt, die es kleinen und mittlerer Unternehmen mit einem Mouseklick ermöglichen soll, an Internet-Marktplätzen teilzunehmen. Die Aktie gab um 11,80 % auf 6,65 Euro nach.

Mit einem Verlust von 16,03 % auf 8,80 Euro setzte sich der Chipbroker ce Consumer an die Spitze der Verliererliste im Nemax 50. Am vergangenen Freitag hatte Vorstandsvorsitzender Erich Lejeune eine versteckte Gewinnwarnung gegeben, die den Kurs am Montag weiter belastete. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, da die Aktie in den Wochen vorher hohe Kurszuwächse erzielt hatte.

Ein Interview des Vorstandssprechers Karl Matthäus Schmidt mit dem "Handelsblatt" half der Direktbank Consors nicht aus der Kursmisere. Die Aktie gab um 6,72 % auf 27,20 Euro nach. Schmidt kündigte schlechte Dreimonatszahlen und das Auslaufen von Teilzeitverträgen an. Die Zahlen werden am kommenden Dienstag erwartet.

Von den im ersten Quartal erreichten Ergebnissen profitierte die Beteiligungsgesellschaft United Internet . Die Anteilsscheine legten um 7,14 % auf 3,90 Euro zu. In Montabaur gab Vorstandschef Ralf Dommermuth hohe Verluste bekannt. Die Anleger beruhigte nach Meinung eines Analysten der positive Cash Flow: Das Unternehmen gibt weniger Geld aus als es einnimmt und sichert so das Überleben.

Einen Absturz vom 67,68 % auf 8,22 Euro hatte die Aktie der Advanced Photonics AG zu verkraften. Am Morgen wurden nach schlechten Quartalszahlen die Umsatz- und Ertragserwartungen für das laufende Jahr zusammengestrichen. Zudem verließ das Vorstandsmitglied John Heugel das Münchner Unternehmen.

Der Internet-Dienstleister Lycos Europe NV machte bei seiner Pflichtmitteilung über die Neunmonatszahlen einen Tippfehler der besonderen Art. Durch Weglassen eines Minuszeichen ergab sich zunächst ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Die Aktie stieg teilweise um 21 %. Nach der Korrektur des Fehlers verblieb den Aktien noch ein Zuwachs von 6,51 % auf 1,80 Euro.

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