Schlussbericht
Tokioter Börse schließt leichter

Der Reifenhersteller Bridgestone zählt zu den Verlieren des Tages.

dpa-afx TOKIO Die japanischen Aktienwerte sind am Montag leichter aus dem Handel der Tokioter Börse gegangen. Der Nikkei schloss um 240,31 Punkte niedriger bei 16.040,18 Zählern. Das Tageshoch des Nikkei lag bei 16.249,90 Punkten und das Tief bei 15.945,92. Das Handelsvolumen wurde auf 415 Mill. Aktien geschätzt. 337 Gewinnern standen 922 Verlierer gegenüber, 139 Aktien blieben unverändert.

Der Topix-Index gab um 14,23 Zähler auf 1.473,45 Punkte nach, während der Nikkei-300-Index 2,42 Zähler auf 292,00 Punkte verlor. Der Nikkei-März-Future tendierte unterdessen in Osaka um 270 Punkte niedriger bei 16.030 Zählern und an der SGX bei 16.025 Punkten.

Die Verluste seien angesichts der Kursgewinne vom vergangenen Freitag auf technische Reaktionen zurückzuführen, erklärte Hitochi Ichio von der Commerzbank. Die schwachen Vorgaben aus den USA hätten die Tendenz zu Gewinnmitnahmen verstärkt.

Ichio rechnet damit, dass der Nikkei in der laufenden Woche auf bis zu 15.300 Punkten zurückgehen werde. Es gebe einfach keine Kaufimpulse. Und so lange die Regierung keine klaren Initiativen zur Restrukturierung der Wirtschaft vorlege, würden die ausländischen Investoren auch nicht in den Markt zurückkehren.

Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung vieler Anleger sei die Zinsentscheidung der US-Notenbank am morgigen Dienstag, so der Commerzbanker weiter. Allerdings tendiere die Mehrheitsmeinung zu einer Beibehaltung des augenblicklichen Zinsniveaus.

Unter Druck standen vor allem Hochtechnologietitel wie Rohm (-300 auf 28.950 Yen) oder Advantest (-960 auf 19.920 Yen). Die Chiphersteller Fujitsu (+10 auf 3.170 Yen), NEC (+45 auf 2.995 Yen), Hitachi (+26 auf 1.259 Yen) und Toshiba (+29 auf 1.034 Yen) konnten hingegen zulegen.

Der Telefonanbieter DDI legte nach der Ankündigung, seine Mobilfunkaktivitäten in einer einzigen Tochter bündeln zu wollen, um 23.000 auf 767.000 Yen zu.

Zu den großen Verlierern gehörte der Reifenhersteller Bridgestone (-107 auf 1.542 Yen). Dessen US-Tochter Firestone musste nach Unfällen 6,5 Mill. Reifen zurückrufen. Außerdem drohen dem Unternehmen Schadenersatzklagen.

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