Schlussbericht
Wall Street schließt knapp behauptet

Die New Yorker Aktienmärkte sind am Montag moderat tiefer aus dem Handel gegangen. "Der Markt ist heute richtungslos und flau", kommentierte Tom Sparico, Aktienhändler bei Bengal Partners das Geschehen. Die Interpretation der jüngsten US-Wirtschaftsdaten und Hoffnungen eine bevorstehende weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed anlässlich der am 15. Mai stattfindenden Sitzung des Offenmarktausschusses hätten den Handel geprägt.

rtr NEW YORK. Die Kurse seien auch durch Gewinnmitnahmen Börsen unter Druck geraten. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss 0,15 Prozent tiefer bei 10.935,17 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,25 Prozent auf 1263,50 Zähler, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 0,82 Prozent tiefer auf 2173,54 Zähler schloss.

Bei den Standardwerten schlossen JP Morgan Chase & Co. um 2,77 Prozent tiefer auf 49,20 Dollar. Zuvor musste das Finanzinstitut eine Rückstufung hinnehmen. Ebenfalls Abschläge verzeichneten die Aktien von American Express Co. und Citigroup Inc., die sich um 1,41 Prozent auf 43,23 Dollar beziehungsweise um 0,26 Prozent auf 50,65 Dollar ermäßigten.

Zu den Gewinnern zählten die Papiere des Raffinerie-Konzerns Ultramar Diamonds Shamrock, die um 18,24 Prozent auf 50,50 Dollar stiegen, nachdem der Konkurrent Valero Energy die Übernahme des Unternehmens für rund vier Milliarden Dollar angekündigt hatte.

Auch die Papiere des Arzneimittelkonzerns Watson Pharmaceuticals fand das Interesse der Investoren und verteuerten sich um fast drei Prozent auf 48,48 Dollar. Das Unternehmen hatte vor Börsenauftakt einen Anstieg des Betriebsgewinns im ersten Quartal 2001 um mehr als 15 Prozent bekannt gegeben.

Zu den Verlierern unter den Standardwerten zählten Williams die 5,74 Prozent auf 39,28 Dollar abgaben. Das Unternehmen bestätigte, es sei in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Übernahme des Gasproduzenten Barrett Resources und liege mit dem Angebot im Volumen von 2,5 Milliarden Dollar über dem des Konkurrenten Royal Dutch/Shell. Shell gab derweil sein Übernahmevorhaben auf.

Im Technologiesektor standen die rege gehandelten Titel des des Telekom-Ausrüsters Lucent Technologies unter Abgabdruck und gingen 5,65 Prozent tiefer auf 10,52 Dollar aus dem Handel. Zuvor hatte das Unternehmen die Trennung von seiner Finanzchefin gemeldet. Auch 3Com Corp gerieten unter Druck und ermäßigten sich um 5,51 Prozent auf 6,52 Dollar, nachdem das Unternehmen eine Reduktion seiner Belegschaft um 30 Prozent bekannt gegeben hatte.

Ebenfalls einen Dämpfer erlitten die Papiere des Software-Providers Portal Software, die über 36 Prozent auf 5,93 Dollar einbrachen. Zuvor hatte das Unternehmen seine Gewinnprognose nach unten korrigiert und eine Senkung seiner Kosten, die auch einen Stellenabbau beinhalten, gemeldet. Auch Cisco mussten Federn lassen und verloren fast zwei Prozent auf 19,25 Dollar. Das Unternehmen wird am Dienstag nach Börsenschluss seinen Bericht für das erste Quartal bekannt vorlegen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 931 Millionen Aktien den Besitzer, dabei schlossen 1592 Titel im Minus, 1453 Titel im Plus und 211 unverändert. Bei Umsätzen an der Nasdaq von rund 1,74 Milliarden Aktien überwogen 2043 Verlierer 1819 Gewinner, während 367 unverändert blieben. Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt rund 1/32 höher und erbrachten eine Rendite von rund 5,67 Prozent.

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