Schlussbericht
Wall Street schließt nach Zinsentscheidung mit Verlusten

Der Standardwerte-Index Dow Jones lag rund eine Stunde nach Handelsbeginn 0,17 % im Minus bei 10 6262 Zählern.

dpa-afx NEW YORK. Die New Yorker Wall Street hat den Dienstagshandel nach der Zinsentscheidung der Federal Reserve (Fed) mit Verlusten beendet. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,57% auf einem Stand von 10.584,37 Punkten. Der marktbreitere S&P 500 beendete die Sitzung mit einem Abschlag von 1,30% auf 1.305,57 Zähler. Der alle Werte der Nasdaq unfassende Composite-Index fiel um deutlichere 4,31% auf 2.511,45 Punkte.

Zu den wenigen Gewinnern unter den Standardwerten gehörten die Dividendenpapiere des Finanzinstituts Goldman Sachs. Die Investmentbank erzielte im vierten Quartal einen Nettogewinn von 601 Mill. $ gegenüber 723 Mill. $ im Vergleichsquartal 1999. Die Umsätze stiegen auf 7,989 Mrd. $ gegenüber 6,712 Mrd. $. Der Gewinn vor Steuern sank auf 910 Mill. $, vor einem Jahr waren es noch 1,209 Mrd. $ gewesen. Der verwässerte Gewinn je Aktie wurde mit 1,16 $ angegeben. Im vierten Quartal 1999 waren es noch 1,48 $ gewesen. Dennoch lagen die Zahlen über den Erwartungen von First Call, was die Anleger honorierten. Die Aktien verteuerten sich um 4,00% auf 89,38 $.

Solectron sprangen um 18,82% auf 31,75 $. Das Unternehmen hatte am Vorabend für das erste Quartal zum 1. Dezember 2000 eine Umsatzsteigerung gegenüber der Vorjahresperiode von 2,835 auf 5,696 Mrd. $ gemeldet. Der Überschuss stieg im selben Zeitraum von 109,8 auf 190,6 Mill. $. Der Gewinn kletterte von 18 US-Cent je Anteilsschein auf 29 Cent pro Aktie. First Call war lediglich von 28 Cent ausgegangen.

Auf der Verliererseite fanden sich SBC Communications mit einem Kursrutsch von 12,66% auf 46,56 $. Das Unternehmen erwartet für das Jahr 2001 ein Wachstum des Gewinns je Aktie (EPS) zwischen 11% und 14%. Der Umsatz werde einschließlich der entsprechenden Mobilfunkergebnisse voraussichtlich um 8% bis 9% wachsen, teilte das Unternehmen im kalifornischen San Antonio mit. Die Telefongesellschaft rechnet für das vierte Quartal auch weiterhin mit einem EPS vor Sonderausgaben zwischen 56 Cent und 58 Cent. Allerdings sei in den Staaten, in denen SBC bisher noch nicht aktiv war, mit einer noch größeren Verzögerung bei der Bereitstellung von Ferngesprächen zu rechnen. Als Grund dafür nannte SBC wirtschaftlichen und geschäftlichen Druck.

Goodyear Tire & Rubber gewannen hauchdünne 0,05% auf 19 $. Im Handelsverlauf waren die Papiere allerdings auf ein Tagestief von 18,61 $ gefallen. Der Reifenhersteller produzierte im November weniger Reifen als im Oktober. Als Hauptursache gab das Unternehmen die zurückgefahrene Produktion bei DaimlerChrysler (minus 2,88% auf 41,14 $) an. Außerdem habe sich das Marktumfeld für LKW-Reifen verschlechtert. Goodyear beschloss eine Preiserhöhung für runderneuerte Reifen zum Ausgleich gestiegener Rohstoff-Kosten. Das werde sich im ersten Quartal des neuen Jahres positiv auswirken. Allerdings seien in Europa die Gewinne nach wie vor unter Druck, weil vor allem der Verkauf von Winterreifen rückläufig sei. Außerdem belaste der schwache Euro immer noch das Finanzergebnis./gb/mr

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