Schlussbericht
Wall Street zeigt uneinheitliches Bild

Während die Standardwerte fester aus dem Handel gingen, büßten Technologiewerte deutlich ein.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Aktienbörse hat am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während die Standardwerte fester aus dem Handel gingen, büßten Technologiewerte deutlich ein. Enttäuschende Nachrichten aus dem Technologiesektor hätten zu einer Umschichtung der Mittel in die Standardwerte geführt, sagten Händler. Der leicht unter den Prognosen liegende Anstieg des Arbeitskostenindex' wurde Analysten zufolge am Markt positiv aufgenommen. Es herrsche allerdings nach wie vor Unsicherheit darüber, ob die US Notenbank - Fed im August die Zinsen erhöhen werde.

Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte schloss 69,65 Punkte oder 0,66 % fester auf 10 586,13 Zählern. Der technologielastige Nasdaq Composite Index gab dagegen 3,65 % auf 3842,26 Zähler nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,19 % auf 1449,63 Punkte.

Der weltgrößte Mobiltelefonhersteller Nokia sorgte für eine negative Stimmung bei den Technologiewerten, wie Händler sagten. Der finnische Konzern gab einen Gewinnanstieg von 62 % für das zweite Quartal bekannt, warnte jedoch gleichzeitig, dass der Gewinn für das dritte Quartal tiefer ausfallen werde. Die Titel verloren bei lebhaftem Volumen 13-15/16 $ oder rund 34 % auf 41 $.

Internettitel notierten mehrheitlich schwächer, nachdem das Internethandelshaus Amazon einen größeren Verlust für dass zweite Quartal als im vergangenen Jahr bekannt gegeben hatte. Amazon verloren 4-11/16 $ auf 31-3/8 $.

Ein weiterer Tagesverlierer aus dem Technologiesektor war der Ferngesprächanbieter WorldCom, nachdem das Unternehmen seine Prognosen für das Telekommunikationsservicegeschäft nach unten revidiert hatte. Die WorldCom-Titel büßten 5-7/16 $ auf 39-5/16 $ ein.

Momentan finde am Markt eine Flucht in qualitativ hoch stehende Titel statt, sagten Marktteilnehmer. Technologiewerte seien korrekt bewertet, während Standardwerte Nachholbedarf aufwiesen. Deshalb komme es nach den enttäuschenden Quartalsergebnissen aus dem Technologiesektor zu Umschichtungen hin zu traditionellen Werten.

Traditionelle Werte gaben dem Dow Jones Auftrieb. So verbesserten sich Johnson & Johnson um 1,8 % auf 92-7/16 $, die Titel des Finanzkonzerns American Express stiegen um 3,6 % auf 58-5/16 $, Exxon Mobil legten 5,44 % auf 80 $ zu.

Der Arbeitskostenindex stieg nach Angaben des US-Arbeitsministeriums im zweiten Quartal im Monatsvergleich um 1,0 %. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Monatsanstieg um 1,1 % gerechnet. Die Auftragseingänge für langlebige Güter waren im Juni mit plus zehn Prozent dagegen weitaus stärker gestiegen als prognostiziert. Allerdings war der Anstieg vor allem durch Aufträge für Rüstungsgüter und Flugzeuge bedingt, das relativierte die Zahl wieder etwas. Von den Daten hatten sich die Anleger deutliche Hinweise erhofft, dass die US-Konjunktur zu einer weichen Landung ansetzt und die US-Notenbank die Leitzinsen vorerst stabil lassen kann. Nach Ansicht von Analysten ist nun aber wieder offen, ob die Fed bei ihrem nächsten Treffen am 22. August die Zinsen erhöhe. Man werde noch mehr Konjunkturdaten brauchen, ehe man ganz sicher sein könne.

Bei lebhaftem Handelsvolumen von 1,15 Mrd. Aktien standen sich an der New York Stock Exchange Gewinner und Verlierer in einem Verhältnis von 13 zu 14 gegenüber.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um rund 14/32 fester und brachten eine Rendite von 5,78 %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%