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Schlusslicht Hannover beendet Schalker Serie

Schlusslicht Hannover 96 hat den ersehnten ersten Saisonsieg geschafft und ist auf Platz 16 vorgerückt.

dpa HANNOVER. Schlusslicht Hannover 96 hat den ersehnten ersten Saisonsieg geschafft und ist auf Platz 16 vorgerückt.

Dank des Treffers durch den eingewechselten Clint Mathis (83.) holten die Niedersachsen im Heimspiel gegen Schalke 04 erstmals drei Punkte in der neuen Spielzeit der Fußball-Bundesliga und haben im Nachholspiel gegen Arminia Bielefeld die Chance, erneut zu punkten. Für die kraftlosen Schalker endete damit die Serie von drei Pflichtspielsiegen mit zwölf Toren unter dem früheren Co-Trainer Eddy Achterberg.

"Das war ein ganz wichtiger Sieg", sagte Trainer Ewald Lienen nach der Partie: "Wir waren schon ein paar Mal nahe dran, aber dieses Mal hat es endlich geklappt." Enttäuscht war hingegen sein Kollege. "Gute-Laune-Eddy hat heute keine gute Laune", sagte der Schalker Coach, dessen Karriereende als erster Mann auf Schalke sicher ist. "Wir hatten einfach zu viele Ballverluste", klagte der Niederländer: "Aber die Mannschaft hat gekämpft."

Lienen versuchte es nach dem Fehlstart mit nur zwei Punkten aus vier Partien mit einer stürmischen Variante und hatte Erfolg. Erstmals in dieser Saison stellte er drei Stürmer auf, brachte Mohamadou Idrissou und Thomas Christiansen von Beginn an. Insbesondere in der Anfangsphase machte sich dieses Umstellung bezahlt.

Hannover spielte zunächst forsch nach vorne und wirbelte die überraschten Gelsenkirchener einige Male durcheinander. Mehr als ein gefährlicher Kopfball von Christiansen (17.) kam dabei aber nicht heraus. Sicher wirkte hingegen die Abwehr, obwohl der rot-gesperrte Dariusz Zuraw und der angeschlagene Michael Tarnat durch Vinicius und Julian de Guzman ersetzt werden mussten.

Der Anfangselan der Gastgeber war freilich schnell vorbei. Vor allem Ricardo Sousa, der als Spielgestalter im zentralen Mittelfeld für Impulse sorgen sollte, fiel genauso wie der bemühte, aber unsichere Altin Lala vor allem durch Fehlpässe auf. Von einem konstruktiven Spielaufbau war der Portugiese weit entfernt und wurde in der 67. Minute ausgewechselt.

Sousas Gegenüber, der Schalker Lincoln, spielte allerdings auch nicht besser. An dem Brasilianer lief die Partie meist vorbei, auch wenn er in der 9. Minute knapp an 96-Torwart Robert Enke scheiterte. Überhaupt agierte der nach der Entlassung von Chefcoach Jupp Heynckes drei Mal überzeugend aufspielende Revierclub diesmal in der Offensive schwach. Nur Mitte der zweiten Halbzeit gab es bei einem Kopfball von Marcelo Bordon (73.) und einem Lattentreffer von Asamoah (74.) gute Chancen.

Den meisten Spielern schien nach dem Pokal-Spiel in Kaiserslautern die Kraft zu fehlen. Der engagierte Ex-Hannoveraner Gerald Asamoah bemühte sich mit viel Einsatz, konnte sich aber nur ganz selten durchsetzen. Sein Sturmpartner Ebbe Sand blieb immer wieder in der 96-Abwehr hängen. Auch Schalkes Millionen-Abwehr mit den Neuzugängen Mladen Krstajic und Bordon überzeugte nicht und fiel einige Male durch überharten Einsatz auf. Vor allem der sichtlich um Bewegung bemühte Christiansen bekam das bei seinem ersten Saisoneinsatz von Beginn an zu spüren.

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