Schlussstrich und Neuanfang in Leipzig
Thärichen als Olympia-Geschäftsführer gefeuert

Dirk Thärichen ist nicht länger Geschäftsführer der Leipzig 2012 GmbH. Der Aufsichtsrat berief den 33-Jährigen am Samstag von seiner Position ab.

HB DÜSSELDORF. Mit der fristlosen Kündigung von Mit-Geschäftsführer Dirk Thärichen und den Auftrag an zwei hochkarätige Vertreter der deutschen Wirtschaft, die Führungsstruktur komplett umzugestalten, hat der Aufsichtsrat der Leipzig 2012 GmbH am Samstag in Düsseldorf die Weichen für eine störungsfreie Kampagne um die Olympischen Spiele 2012 gestellt.

"Herr Thärichen ist mit sofortiger Wirkung abberufen. Das wurde vom Aufsichtsrat unmissverständlich bestätigt", sagte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), Klaus Steinbach. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) verdeutlichte, dass alle Entscheidungen in großer Einmütigkeit getroffen wurden. Er verwies im Fall Thärichen auf eine aktuelle Prüfung der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen und betonte, dass es sich um "eine fristlose Kündigung" handle.

Nur Geschäftsführer Mike de Vries bleibt im Amt. Die weiteren notwendigen Personalentscheidungen sollen der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, Thomas Middelhoff, und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe, Bernd Rauch, vorbereiten.

Der 33-jährige Thärichen sieht sich nach den Stasi-Verstrickungen nun auch noch mit Vorwürfen von unsauberen Geschäftspraktiken konfrontiert. "Das hängt mit Unregelmäßigkeiten zusammen, die erkennbar sind", sagte Schily. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) ordnete bereits eine Tiefenprüfung der in Liquidation befindlichen "Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH" an, die im nationalen Wettbewerb für Leipzigs Bewerbung verantwortlich war. Sein Ziel ist es, "weitere Zahlungen zu verhindern und den Arbeitsvertrag sofort zu beenden."

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