Schmaler Gewinn im laufenden Geschäftsjahr
Hochtief plant weiteren Stellenabbau

Nach dem Abbau von 1700 Arbeitsplätzen will Deutschlands größter Baukonzern Hochtief auch im kommenden Jahr Kosten sparen und schloss deshalb weitere Entlassungen nicht aus.

dpa DÜSSELDORF. Die Anzahl der Kündigungen werde maßgeblich von der Marktentwicklung abhängen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Hochtief AG, Hans-Peter Keitel, bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Montag in Düsseldorf. Generell rechne Hochtief für das kommende Jahr jedoch mit mehr Aufträgen.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Hochtief einen schmalen Gewinn. Obwohl die Baufirma nur mehr ein knappes Zehntel ihres Umsatzes mit Hochbau-Projekten in Deutschland erwirtschafte, habe dieser Geschäftsbereich die Bilanz deutlich verhagelt, sagte Keitel. Insgesamt habe der Konzern von Januar bis September einen Betriebsverlust von 12,8 Mill. Euro (25 Mio DM) angehäuft.

Während Hochtief in Deutschland ein Minus von 167 Mill. ? erwirtschaftete, habe der Konzern in den USA - dort werden inzwischen 60 % des Geschäfts realisiert - 70 Mill. Euro Gewinn gemacht. Nach der erstmaligen vollen Konsolidierung der Leighton- Gruppe (Sydney) seien im Bereich International sogar 84 Mill. Euro Gewinn angefallen.

Parallel zur Geschäftsentwicklung hat der Stellenabbau in diesem Jahr in erster Linie das Inland getroffen. Im Ostdeutschland seien zahlreiche Niederlassungen geschlossen worden, sagte Keitel. Auch in der Essener Unternehmenszentrale sowie an den Standorten Bremen, Münster und Osnabrück sei der Konzern nicht um Stellenstreichungen herumgekommen. Seit dem Höhepunkt bei der Beschäftigung im Jahr 1994 hat Hochtief seine Mitarbeiterzahlen um zwei Drittel reduziert.

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