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Schmerzensgeldklage gegen Lufthansa abgewiesen

Das Frankfurter Landgericht hat die Schmerzensgeldklage eines Passagiers gegen die Deutsche Lufthansa, der eine Thrombose auf seiner Ansicht nach zu enge Sitzreihen zurückführte, abgewiesen. Nach dem am Dienstag veröffentlichten Urteil verletzt die Lufthansa mit ihren Sitzen nicht die Verkehrssicherungspflicht.

rtr FRANKFURT. Der Kläger hatte von der Fluggesellschaft 15 000 DM Schmerzensgeld verlangt, nachdem er nach einem Flug von Frankfurt nach Kapstadt und zurück eine Lungenembolie infolge einer Thrombose erlitten hatte (AZ: 2-21 O 54/01).

Das Gericht berief sich in seiner Urteilsbegründung auf die Untersuchungsergebnisse der medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt am Main, nach denen die derzeitigen Flugbedingungen bei gesunden Personen kein erhöhtes Risiko für Beinvenenthromobosen bergen. Es werde lediglich empfohlen, auf Langstreckenflügen ausreichend zu trinken und keinen Alkohol und Nikotin zu konsumieren. Nach Auffassung der Richter sei mit diesem Ergebnis das Thromboserisiko bei Langstreckenflügen nicht höher zu bewerten als bei jeder anderen sitzenden Tätigkeit auch.

Der 54 Jahre alte Fluggast hatte sich in seiner Klage auf zu enge Sitzverhältnisse in der Touristen-Klasse berufen. Demnach seien 81 Zentimeter Beinfreiheit zuwenig, argumentierte der Mann. Medizinischen Erkenntnissen zufolge würden nur 10 Zentimeter mehr Bewegungsfreiheit die Gefahr einer Verstofpung der Blutgefäße um mehr als 80 Prozent senken, hieß es in seiner Klagebegründung.

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