Schmidt: Bei Veto durch Kommission platzt die Fusion
Rechtsgutachten fordert Barabfindung für Bank-Austria-Aktionäre

afp WIEN. Die Fusion der Bayerischen HypoVereinsbank mit der Bank Austria stößt österreichischen Medienberichten zufolge weiter auf Widerstand: Nach einem am Montag in der österreichischen Presse zitierten Rechtsgutachten ist der Schritt wie eine Übernahme zu werten; außer dem geplanten Aktientausch muss den Anteilseignern des größten österreichischen Bankhauses daher eine Barabfindung angeboten werden. In der Expertise kommt der Linzer Handelsrechtler Martin Karollus demnach zu dem Schluss, ein purer Aktientausch würde "den (Klein-)Aktionär praktisch rechtlos machen". Der Münchener Konzern würde demnach die Kontrolle übernehmen, so dass die Bank Austria nicht eigenständig bliebe.

HypoVereinsbank-Chef Albrecht Schmidt betonte dagegen die angestrebte Unabhängigkeit der Bank Austria. Wenn die Wiener Übernahmekommission ein Veto gegen den Aktientausch einlege und für die Aktionäre eine Barabfindung fordere, platze die Fusion, warnte Schmidt im Nachrichtenmagazin "profil": "Jede andere Möglichkeit ... würde dazu führen, dass wir die Vorteile für alle Beteiligten nicht realisieren könnten, und genau das war die Ursache, weshalb so viele Fusionen scheiterten." Mit einer Barabfindung oder einer anderen Variante würden sich "hohe Risiken ergeben", sagte der Chef des Münchener Geldhauses weiter. "Das können wir Kunden, Aktionären und Mitarbeitern nicht zumuten." Karollus erklärte dagegen, wenn das Tauschangebot der Bayern "so gut ist, wird sowieso niemand ein anderes annehmen. Sie könnten dann ruhig eine Barabfindung offerieren.

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