Schmidt hat noch Fitness-Probleme
Hanni ist müde

Nach dem Debakel von Kuusamo beschwört Sven Hannawald den Geist von Lillehammer. Der Vierschanzentourneesieger aus Hinterzarten lässt wie erwartet den Weltcup am Wochenende in Trondheim aus und schiebt stattdessen noch eine Sonderschicht in der Olympia-Stadt von 1994.

HB/dpa FRANKFURT. Am Wochenende wird der 28-Jährige dann gemeinsam mit Doppel Martin Schmitt und Co-Bundestrainer-Weltmeister Wolfgang Steiert nach Deutschland zurückkehren und sich im Schwarzwald auf den Heim-Weltcup am 14./15. Dezember in Titisee- Neustadt vorbereiten. Dort hofft auch Schmitt - drei Monate nach seiner Knieoperation - auf ein Comeback.

"In Titisee-Neustadt möchte ich mich natürlich in guter Form präsentieren", nannte Hannawald einen Grund für die Wettkampf-Pause. Ausschlaggebend für die am Donnerstag getroffene Entscheidung war aber, dass der Skiflug-Weltmeister derzeit nicht das nötige Potenzial für Siegsprünge hat. Denn trotz guter Trainingsleistungen ist der Mannschafts-Olympiasieger längst noch nicht in der Verfassung, die er für vordere Platzierungen benötigt. "Er ist zur Zeit etwas müde", berichtete Bundestrainer Reinhard Heß.

Zudem habe die Materialabstimmung noch nicht hingehauen, so Heß. Hannawald hatte in Lillehammer keine neuen Ski getestet, weil dies laut Steiert "in der Kürze der Zeit nicht möglich" war. Er sieht seinen Schützling dennoch auf dem richtigen Weg. "Ich hatte wieder ein gutes Gefühl", sagte der Co-Bundestrainer nach den Trainingseinheiten in Lillehammer. "Wichtig ist aber, dass Sven konzentriert und ungestört weiterarbeitet."

Dies gilt auch für Martin Schmitt, der am Donnerstag seinen ersten Sprung von der Großschanze absolvierte. "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, aber er hat noch Probleme im Fitness-Bereich", berichtete Steiert. Das sieht auch Heß so. "Martin springt gut, ist aber physisch noch nicht so gut drauf. Er braucht noch Zeit", erklärte der Bundestrainer. Der Zeitpunkt für ein Comeback sei reine Spekulation, meinte Heß. Daran wolle er sich nicht beteiligen.

In Trondheim wird der Deutsche Skiverband (DSV) nur mit sieben Springern vertreten sein, da für Hannawald kein Athlet nachnominiert werden konnte. Heß hofft darauf, dass sich das Team trotz des Fehlens seiner Vorzeigespringer erfolgreicher schlägt als am vergangenen Wochenende. Der Teamgeist hat zumindest nicht unter dem schlechtesten Saisonstart seit 1995 gelitten. "Die Stimmung war super", fasste Steiert seine Eindrücke von Lillehammer zusammen.

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