Schmidt soll Entlastung verweigert werden
Schmidt-Bank: Frisches Geld mit Aktien

Nachdem das Grundkapital vollständig aufgebraucht ist, sucht die angeschlagene Schmidt-Bank in Hof frische Mittel. Die Hauptversammlung am 14. August soll die Ausgabe von 75,45 Millionen neuen Aktien zum Ausgabepreis von 3,30 Euro pro Stück beschließen.

HB HOF/SAALE. Die neuen Eigner erwarten daraus einen Mittelzufluss von rund 250 Mill. ?, heißt es in einem am Donnerstag bekannt gewordenen Aktionärsbrief. Zugleich wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, dem bisherigen Haupteigentümer und persönlich haftenden Gesellschafter Karl Gerhard Schmidt die Entlastung zu verweigern.

Die Schmidt-Bank war im Herbst 2001 durch eine Auffanggesellschaft der deutschen Banken vor dem Zusammenbruch gerettet worden. Die neue Bankenführung um Vorstandschef Paul Wieandt rechnet mit weiteren Verlusten im laufenden und im kommenden Jahr. Immerhin zeigten die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen erste Erfolge. Insbesondere sei es gelungen, die Verwaltungsaufwendungen zu senken und das Zinsergebnis zu verbessern. Die einschneidenden Maßnahmen seien notwendig, um den Fortbestand der Bank zu sichern, heißt es im dem Aktionärsbrief.

Zur Zeichnung der neuen Anteile an der künftigen Schmidt-Bank Aktiengesellschaft sind die beiden Beteiligungsgesellschaften zugelassen, an der die Bayerische Landesbank, die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Dresdner Bank und die HypoVereinsbank rund 80 % halten. Darüber hinaus soll die Hypo-Vereinsbank einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag) zu Folge neue Aktien treuhänderisch für die Kleinaktionäre übernehmen und im Verhältnis eins zu eins an die freien Aktionäre weiterreichen.

Die neuen Eigner und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, Karl Gerhard Schmidt die Entlastung zu verweigern. Vertagt werden soll die Entlastung seines Sohnes Karl Matthäus Schmidt und der Christian Karl Schmidt Stiftung sowie der alten Aufsichtsräte, zu denen auch der frühere bayerische Finanzminister Georg von Waldenfels und Oberfrankens IHK-Präsident Wolfgang Wagner gehören.

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