Schnäppchenjäger bei Cisco
Einkaufsstimmung an der Nasdaq bremst Fall der deutschen Börsen

Der Dax kann gegen 17.00 Uhr die 6000er Marke halten (minus 0,6 %), der Nemax 50 weist nach einem zwischenzeitlichen Verlust von vier Prozent nur noch ein Minus von drei % auf.

NEW YORK. Die vor Handelsbeginn veröffentlichten Wirtschaftsdaten deuten auf eine weiterhin abkühlende US-Konjunktur hin. Die Einzelhandelsumsätze gingen im Februar um 0,2 Prozent zurück. Experten und Investoren hatten mit einem Umsatzanstieg von 0,4 Prozent gerechnet. Die um die Automobilumsätze bereinigte Kernrate gingen sogar um 0,3 Prozent zurück. Auch hier hatte die Mehrheit der Experten einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Anleger können sich wieder ein wenig entkrampfen. Mit den schlechter als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätzen steigt nun wieder die Hoffnung auf die Senkung der US-Leitzinsen. Anleger warten mit Spannung auf die nächste Sitzung der US-Notenbank am 20. März.

Zwar stiegen die Einzelhandelsumsätze in der ersten Woche im März im Vergleich zum Februar um 0,4 Prozent an, blieben aber hinter den Erwartungen der Experten zurück. Schlechtwetter im Nordosten der USA hatte das Umsatzwachstum in der ersten März- Woche belastet, so der Einzelhandel. Der März gehört im Einzelhandel im Allgemeinen wegen des neuen Frühjahr-Produktsortiments zu einem der umsatzstärksten Monate. Im Februar waren die Einnahmen im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent zurückgegangen.

Nach der gestrigen Gewitterfront können heute die größten Verlierer der Wall Street einen Teil ihrer Verluste wieder gut machen. Vor allem Werte wir Cisco, Ciena und Corning aber auch Oracle und Intel legen heute wieder zu.

Spekulationen über geplante Aktienrückkäufe von Cisco unterstützen die Stimmung der Schnäppchenjäger. Doch Vorstand John Chambers äußert sich gleichzeitig kritisch. "Die Wende ist noch nicht in Sicht" so Chambers. Gerade das Geschäft mit Asien und Europa würde zunehmend eine Herausforderung für den weltgrößten Netzwerkausrüster.

Trotz guter Nachrichten rutscht Tyco am Morgen ins Minus. Der Mischkonzern expandiert und kauft die CIT Group, den größten, unabhängige kommerzielle Finanz-Dienstleister. Kaufpreis: rund neun Milliarden Dollar in Aktien und Cash. Mit der Übernahme will Tyco die Position auf dem Markt für Finanzdienstleistungen ausbauen.

Trotz schlechter Nachrichten notieren sowohl Nokia und Motorola im Plus. Nachdem Ericsson die Branche gestern mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung erschütterte, legen Nokia und Motorola heute mit schlechten Nachrichten nach. Motorola will rund 7000 Mitarbeiter entlassen. Umsatzrückgänge machten Kosteneinsparungen notwendig, so ein Unternehmenssprecher. Bereits im Dezember hatte der drittgrößte Mobiltelefonhersteller der Welt angekündigt, fast 5000 Beschäftigten zu kündigen.

Gleichzeitig belasten Spekulationen den Sektor, dass Nokia die Prognosen für das Gewinnwachstum des ersten Halbjahres reduzieren könnte. Nokias Konkurrent Ericsson hatte die Wall Street gestern mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung geschockt. Das allgemein schwache Wirtschaftswachstum, hohe Lagerbestände und eine gewisse Marktsättigung könnten auch den weltgrößten Hersteller von Handys belasten.

Mit Spannung erwartet die Wall Street heute die Quartalszahlen von CMGI. Das Capital Venture Unternehmen wird am Dienstag nach Handelsschluss die Geschäftszahlen für die vergangenen drei Monate vorlegen. Die Gewinnprognosen liegen zwischen 335 bis 345 Millionen Dollar für das zweite Quartal 2001. In wie weit die derzeitigen Umstrukturierungsmaßnahmen das Geschäftsergebnis belasten, wird sich zeigen müssen. Laut der Investmentbank Goldman Sachs dürfte das Umsatzziel getroffen werden.

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