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Schnäppchenjagd an der Nasdaq erwartet

Anleger dürften am Morgen auf die Jagd gehen. Schnäppchenjagd ist angesagt. Die Nasdaq hat in den vergangenen zehn Tagen fast 300 Punkte verloren. Einige Aktien dürften nun auf Einstiegsniveau notieren. Die erfreulichen Quartalsergebnisse und der vorbörslich steigende Wert von Expedia und Etoys stärken die Zuversicht, dass der Abwärtstrend bei Internet-Companies für dieses Jahr beendet sein könnte.

Die Futures deuten auf einen freundlichen Handelsstart. Der S&P Future notiert zwei Punkte im Plus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq klettert nach dem unerfreulichen Handelstag von gestern sogar 40 Punkte in die Gewinnzone. Eine Reihe von Wirtschaftsdaten dürfte die Märkte heute bewegen. Gegen 16.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit werden sowohl der Index des Konsumentenvertrauens, der Chicagoer Einkaufsmanager-Index und die Anzahl neu gebauter Häuser veröffentlicht.



Der Index des Konsumentenvertrauens gilt als Indikator für die Höhe des Vertrauens, das die einzelnen Haushalte in die zukünftige Konjunkturentwicklung haben. Darüber hinaus gilt der Index als Indikator für Entwicklung der Konsumausgaben. Bei übermäßiger Zunahme der Ausgaben könnte diese Entwicklung wiederum zu Inflation führen. Anleger dürften gespannt sein. Für das Konsumentenvertrauen wird ein Index von 140 erwartet. Im Vergleich betrug der Index des Vormonats einen Wert von 140.9 Punkten.



Es gibt Internetfirmen, die sich entgegen des allgemeinen Trends positiver entwickeln. Expedia, Barnesandnoble.com und eToys konnten Anlegern bessere Ergebnisse vorlegen, als von den Analysten erwartet. Das Online-Reiseunternehmen Expedia erstaunte die Experten mit einem Verlust von vier Cents gegenüber einem geschätzten Verlust von 26 Cents. Im zweiten Quartal 2002 will Expedia Gewinne erwirtschaften. Internet-Spielzeugvertrieb eToys fuhr einen Verlust von 33 Cents pro Aktie im Vergleich zu 27 Cents im Vorjahr ein. Die Konsensschätzungen lagen bei 27 Cents pro Aktie. Der Umsatz konnte parallel um 12,7 Millionen Dollar auf 26 Millionen Dollar gesteigert werden. Barnesandnoble.com schaffte es für das vergangene Quartal zwar nicht, die Analystenerwartungen zu erfüllen. Dennoch hat der Online-Buchhandel mit um 21 Prozent verbesserten Bruttomargen und 760.000 neuen Kunden auch Erfolge zu vermelden.



Weitere Unterstützung dürften die Internetwerte von einem freundlichen Analystenkommentar erhalten. Die Investmentbank Goldman Sachs empfiehlt vor der New Yorker Börseneröffnung den aus Terra Networks und Lycos hervorgegangenen Internetwert Terra Lycos als "überdurchschnittlichen Marktperformer". Terra Lycos gehöre zu den weltweit am besten vertretenen Internetunternehmen mit bedeutender Onlinepräsenz in den USA, Europa, Asien und Lateinamerika. Die Umsätze aus Werbung und Zugangsgebühren sollen im kommenden Jahr um 70 Prozent auf 533 Millionen ansteigen. Bereits im vierten Quartal des Fiskaljahres 2001 sei mit schwarzen Zahlen zu rechnen.



Etwas unter Druck geraten könnte heute Gillette. Die Experten vermuten, dass die Ausweitung der Gewinnmargen im Geschäft mit Rasierklingen im Fiskaljahr 2001 enttäuschen könnten. Dennoch bleibt man bei der Einstufung "überdurchschnittlicher Marktperformer". Mit dem Potenzial deutlicher Kostensenkungen stelle die Aktie ein attraktiver Verhältnis von Chance zu Risiko dar.



NTT DoCoMo

wird sich bei AT&T einkaufen. Nach Angaben der Financial Times will die japanische Mobilfunkgesellschaft Anteile am Mobilfunkbereich des amerikanischen Telefonriesens erwerben.



Ein merkwürdiges Gerücht trifft vorbörslich die Aktien von Rambus. Laut des Internetdienstes Briefing.com will der Nachrichtendienst "Electronic Buyers" aus internen Dokumenten von Intel erfahren haben, dass bis Mitte des Jahres 2001 der Chiphersteller die Rambus Technologie auf den meisten Computerplattformen streichen will.



Heute dürfen die Anleger auf die Quartalszahlen von Proctor & Gamble gespannt sein. Für das vergangene Quartal wird ein Gewinn von 88 Cents pro Aktie erwartet. Auch Stamps.com und Fresenius Medical Care werden ihre Quartalszahlen veröffentlichen. So wird für das Bad Homburger Unternehmen ein Quartalsgewinn von 21 Cents pro Aktie erwartet. Das Internetunternehmen Stamps.com erwartet dagegen einen Verlust von 85 Cents pro Titel.

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