Schnaps ist out - Single Malt-Whisky ist in
Whisky: Nicht nur für Bravehearts

Schnaps ist out. Single Malt-Whisky ist in. Von Schottland aus erobert er die Welt.

HB DÜSSELDORF. Uisge Beatha. Das Wort Whisky hat schottisch-gälische Wurzeln. Doch es waren christliche Mönche, die im fünften Jahrhundert als Erste das "aqua vitae" - Wasser des Lebens - destillierten. Das machen bis heute allein in Schottland mehr als 100 Brennereien. Sie haben wohlklingende Namen wie Aberlour von der Speyside im Nordosten. Der Dalmore kommt aus den Highlands, der Laphroaig von der Hebrideninsel Islay im Westen, und der Auchentoshan reift in den südlichen Lowlands.

Die torfig-rauchigen Tropfen sind begehrt. 2003 exportierten schottische Brennereien vier Millionen Kisten; Anfang der neunziger Jahre waren es noch 800 000. Das ist doppelt bemerkenswert: Zum einen ist der Spirituosenmarkt insgesamt rückläufig. Weil überdies Mixdrinks beliebter werden, verschiebt sich die Nachfrage von braunen hin zu klaren Spirituosen wie Wodka. Gegen beide Trends legten Edelwhiskys aus dem Malzdestillat einer einzigen Brennerei - so genannte Single Malts - in den vergangenen fünf Jahren weltweit um 42 Prozent zu.

Auf Neugier mit Finish reagieren

Selbst große Spirituosenkonzerne haben die Spezialität heute im Angebot. Bacardi etwa besitzt seit 1998 einige kleinere schottische Whiskybrennereien. Überdies wird dem Konzern ein Interesse an Glenmorangie nachgesagt, der 2003 Marktführer Glenfiddich als beliebtesten Single Malt in Großbritannien ablöste. Ein Vertriebsabkommen mit der noch unabhängigen Destillerie besitzt Bacardi schon heute.

Slainte Mhath. Der gälische Trinkspruch auf eine gute Gesundheit geht derzeit auf Weltreise. Denn von Kanada über Neuseeland bis hin zu Japan entstehen immer mehr Single-Malt- Brennereien in der bisherigen Whiskydiaspora - sogar in Bayern: Florian Stetter produziert seit 1999 seinen Slyrs in einer Familienbrennerei am Schliersee. "Inzwischen probieren Conaisseure auch Whiskys aus neuen Regionen", sagte Stetter der WirtschaftsWoche. Er verkauft in diesem Jahr rund 3000 Slyrs-Flaschen zum Preis von 35 Euro.

Die Schotten reagieren auf die Neugier der Kunden mit dem so genannten Finish: Dabei erhält ein Single Malt durchs Nachreifen in speziellen Fässern ein zusätzliches Aroma von Sherry-, Port- und Madeira-Wood. Solche Spezialabfüllungen kosten bis zu 100 Euro. Schließlich hat die lange Lagerung ihren Preis: Jedes Jahr verdunsten etwa zwei Prozent des hochprozentigen Destillats durch die Poren der Fässer. Diesen natürlichen Schwund schreiben die Kellermeister poetisch auf das Konto genussfreudiger Himmelsdiener: Angels? Share, den Anteil der Engel.

Quelle: News Frankfurt

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