Schneiders Zusagen reichen Wettbewerbshütern nicht aus
EU-Kommission setzt bei Fusion von Schneider und Legrand zweite Prüfung an

dpa BRüSSEL. Die EU-Kommission hat eine genauere Prüfung des geplanten Zusammenschlusses der französischen Elektronik-Hersteller Legrand und Schneider Electric eingeleitet. Schneiders Zusagen in der ersten Prüfphase reichten nicht aus, um die Wettbewerbsprobleme auf allen betroffenen Märkten auszuräumen, teilte die Kommission am Freitag in Brüssel mit. Brüssel muss die Fusion genehmigen.

Schneider und Legrand sind die wichtigsten Anbieter von Anlagen zur Verteilung von Niederspannungsstrom in Europa. Dazu gehören Produkte wie Stromverteilungskästen, Schalter, Steckdosen, Kabel und deren Träger. Die Stellung der beiden Unternehmen ist vor allem in Frankreich, Italien und den skandinavischen Ländern stark.

Mitte Januar hatten Schneider und Legrand ihre Absicht erklärt, zu einem Großkonzern mit einem Umsatz von 80 Mrd. Franc (24 Mrd DM/12,3 Mrd Euro) und 90 000 Mitarbeitern zu fusionieren. Die Zusammenlegung soll über einen Aktientausch im Verhältnis von sieben Schneider für zwei Legrand-Aktien durchgeführt werden.

Die Schneider-Gruppe hat bei der Bekanntgabe des Plans einen Börsenwert von 11,8 Mrd. ? - das Doppelte von Legrand (5,55 Mrd. ?). Beide gelten als rentabel. Schneider hat im ersten Halbjahr 2000 einen Gewinn von 285 Mill. ? erwirtschaftet, Legrand von 120 Mill. ?. Der Umsatz lag bei Schneider 1999 bei 8,4 Mrd. ?, bei Legrand bei 2,3 Milliarden.

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