Schnell kann ein Schlummertrunk auch zur Gewohnheit werden
Alkohol ist ein trügerischer Schlummertrunk

Alkohol eignet sich keinesfalls als Schlummertrunk, vielmehr kann Hochprozentiges auch gesunde Menschen um den Schlaf bringen. Tatsächlich fördere der "Schlummertrunk" sogar Schlafstörungen.

HB HEIDELBERG. Neue Erkenntnisse deuten auf tief greifende und folgenschwere Veränderungen des Schlafverhaltens durch Alkohol nicht nur bei Abhängigen, wie das Fachblatt "Der Nervenarzt" in seiner Ausgabe von diesem Mittwoch berichtet. Als Einschlafhilfe sei Alkohol trügerisch. Tatsächlich fördere der Schlummertrunk auch Schlafstörungen.

Bei Gesunden wirke sich die schlaffördernde Wirkung des Alkohols nur in der ersten Nachthälfte aus. Anschließend stören dem "Nervenarzt" zufolge auch bei diesen Menschen Entzugserscheinungen wie Wachperioden, Herzrhythmusstörungen, Magenbeschwerden, Schwitzen oder Kopfschmerzen den Schlaf. Diese Symptome könnten auch dann auftreten, wenn bereits einige Stunden vor dem Schlafengehen kein Alkohol im Blut mehr nachweisbar sei.

Unter Alkoholikern seien Schlafstörungen häufiger als unter Gesunden, betont das Fachblatt. So litten Befragungen zufolge 18 Prozent der Alkoholabhängigen, aber nur 10 Prozent der Nichtalkoholabhängigen unter Einschlafstörungen. Während des Alkoholentzugs seien Schlafstörungen ein erhebliches Rückfallrisiko. Ein Schlummertrunk könne zudem möglicherweise zur Gewohnheit werden und sich zu ernsthaften Alkoholproblemen entwickeln.

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