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Schneller Einsatz in Mazedonien möglich

Ein schneller Einsatz von NATO-Truppen in Mazedonien ist nach Aussage von Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) wenige Tage nach einer verlässlichen politischen Einigung der Konfliktparteien möglich.

Reuters BERLIN. Scharping sagte am Donnerstag, zunächst müsse eine klare, vernünftige und verlässliche politische Basis geschaffen werden. "Und die muss von den Mazedoniern gelegt werden." Eine Stationierung von NATO-Truppen kurz nach dem 15. Juli, dem Zieldatum einer politischen Einigung, sei eine realistische Perspektive, sagte Scharping in dem Interview, das auf Englisch geführt wurde.

"Aber wir müssen auch absolut deutlich machen, dass wir nicht auf Zeichen von Hoffnung oder irgendwelche Erwartungen (an ein Friedensabkommen) handeln werden", sagte Scharping weiter. Die mazedonische Regierung und die albanischstämmigen Rebellen haben einen Waffenstillstand unterzeichnet, der am Donnerstag um Mitternacht in Kraft treten sollte.

In den vergangenen Stunden habe es einige Schritte in die richtige Richtung gegeben und Hoffnungen seien geweckt worden, sagte Scharping weiter. "Die Entwicklung in den nächsten Tagen wird uns zeigen, ob die Erwartungen richtig oder falsch sind." Deutschland sei willens und bereit, sich an dem NATO-Einsatz zu beteiligen. Wenn die genannten Vorbedingungen erfüllt seien, könnten die NATO-Partner in sehr, sehr kurzer Zeit in Mazedonien sein. "Und das ist notwendig, wenn wir Erfolg haben wollen."

Nach den bisherigen NATO-Plänen sollen etwa 3000 Soldaten eingesetzt werden, um die Waffen der albanischstämmigen Rebellen einzusammeln. Die bisherigen Pläne der Allianz für einen Einsatz von 30 Tagen waren von Militärexperten als überholt bezeichnet worden. Sie erwarten einen längeren Einsatz, der auch von der Aufgabe über die Entwaffnung der Albaner hinausgehen könnte.

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