Schnelles Handeln erforderlich
Bund soll vorübergehend Telekom-Kabelnetz übernehmen

Nach dem gescheiterten Verkauf des Telekom-Kabelnetzes hat der früherer Telekom-Unterhändler Franz Arnold eine vorübergehende Beteiligung des Bundes gefordert.

ap/wiwo MÜNCHEN. Dieser solle als Hauptaktionär der Telekom die ausgegliederte Netz-Tochter, Kabel Deutschland GmbH (KDG), für einige Zeit hundertprozentig übernehmen, sagte Arnold der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Den Kaufpreis könne er mit der Veräußerung von T-Aktien finanzieren.

Dann sei die schuldenfreie KDG in der Lage, die notwendigen Investitionen von jährlich 300 Millionen Euro zur Aufrüstung ihrer Netze über Bankkredite zu finanzieren, erklärte Arnold, der bis vergangenen April als Chefunterhändler der Telekom beim Kabelverkauf tätig war. Möglich seien auch Varianten aus Bundesbeteiligungen und privatem Anteilsbesitz, insbesondere von inländischen Banken.

Nötig sei auf alle Fälle schnelles Handeln, da die Telekom nicht bereit sei, weiter in das Kabelnetz zu investieren und sich dafür zu verschulden, obwohl es nicht zu ihrem Kerngeschäft zähle. Es sei aber nach wie vor wettbewerbspolitisch erwünscht, dass sie sich von ihrem TV-Kabel trenne.

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