Archiv
Schnitzlers Urfassung des «Reigen» erstmals publiziert

Frankfurt/Main (dpa) - Als das Stück «Reigen» von Arthur Schnitzler (1862-1931) im Jahr 1920 in Berlin seine Uraufführung erlebte, wurde die freimütige Erotik der darin gezeichneten Paare weithin als skandalös empfunden, und in den Wiener Kammerspielen brachen sogar Saalschlachten aus. Unlängst wurde in der Schweizer Bibliotheca Bodmeriana in Cologny die erste handschriftliche Fassung des Textes entdeckt, die der S. Fischer Verlag jetzt erstmals in Buchform vorlegt.

Frankfurt/Main (dpa) - Als das Stück «Reigen» von Arthur Schnitzler (1862-1931) im Jahr 1920 in Berlin seine Uraufführung erlebte, wurde die freimütige Erotik der darin gezeichneten Paare weithin als skandalös empfunden, und in den Wiener Kammerspielen brachen sogar Saalschlachten aus. Unlängst wurde in der Schweizer Bibliotheca Bodmeriana in Cologny die erste handschriftliche Fassung des Textes entdeckt, die der S. Fischer Verlag jetzt erstmals in Buchform vorlegt.

Die Herausgeberin Gabriella Rovagnati, eine ausgewiesene Schnitzler-Kennerin, beschreibt in ihrem fast 100-seitigen einführenden Text die Umstände, die den österreichischen Autor im Winter 1896/97 zur Abfassung des Stücks führten, sie geht auf die Eigenarten der Handschrift ein und zeigt etwa, dass der Dramatiker mit einigen Korrekturen bestrebt war, möglicherweise als besonders anstößig angesehene Stellen zu entfernen, wobei er ganze Szenen neu formulierte. Dem Abdruck des Stückes selbst, das ursprünglich noch «Ein Liebesreigen» hieß, sind die Vorstufen mehrerer Szenen und ein 60-seitiger kritischer Apparat mit den Textvarianten beigegeben.



Arthur Schnitzler

Ein Liebesreigen. Die Urfassung des Reigen, hrsg. von Gabriella Rovagnati

S. Fischer Verlag, Frankfurt/M.

299 S., Euro 19,90

ISBN 3-10-073561-7

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%