Schon 100 Geräte
Sozialhilfe aus dem Automaten

Die Elektronisierung der Gesellschaft macht vor den Ärmsten nicht halt: Immer mehr Kommunen stellen die Auszahlung von Bar-Sozialhilfe auf chipgesteuerte Kassenautomaten um, die nun auf der Cebit in Hannover vorgestellt wurden.

wiwo/ap HANNOVER. "Damit senken die Gemeinden Personalkosten, etwa für die Behördenkasse. Die Investitionen von 75 000 Euro machen sich in drei bis sieben Jahren bezahlt", sagte Salvatore D'Azzo von der Hamburger Firma Bergmann Systems. Sie gehört zu den größten Unternehmen der Branche in Deutschland.

Das Problem: Viele Sozialhilfeempfänger haben kein Konto, zum Beispiel, weil Bank oder Sparkasse eine Konteneröffnung abgelehnt haben. "Die haben bisher das Geld in bar an der Behördenkasse bekommen oder einen Barscheck für die örtliche Sparkasse", so D'Azzo. Immer öfter würden Sparkassen aber versuchen, diese Kundschaft aus den Filialen herauszuhalten. Dafür gäben die Sparkassen der Gemeinde schon mal einen Zuschuss für den Auszahlungsautomaten.

Die Technik geht so: Der Sozialhilfeempfänger geht zum Sachbearbeiter und bekommt eine Plastikkarte mit Computerchip. Am Bildschirm gibt der Sachbearbeiter eine Summe zur Auszahlung frei. Der Bürger geht zum Automaten, steckt die Karte hinein und bekommt Geld. Eine Kamera überwacht, ob der richtige Bürger die Karte einlöst. Deutschlandweit sind schon rund 100 solcher Automaten aufgestellt.

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