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Schon Kinder leiden unter Migräne

Frankfurt/Main (dpa) - Migräne bei Kindern wird aus Sicht der Patientenorganisation MigräneLiga häufig nicht als solche erkannt und behandelt. 60 Prozent der Migräne-Patienten hatten ihre ersten Anfälle bereits im Kindesalter.

Frankfurt/Main (dpa) - Migräne bei Kindern wird aus Sicht der Patientenorganisation MigräneLiga häufig nicht als solche erkannt und behandelt. 60 Prozent der Migräne-Patienten hatten ihre ersten Anfälle bereits im Kindesalter.

Doch behandelt würden die meisten erst, wenn sie als Berufstätige beeinträchtigt seien, sagte der Migräne-Spezialist Axel Heinze von der Schmerzklinik Kiel beim 26. Migräne-Symposium am Donnerstag in Frankfurt. «Und das ist oft schon zu spät.» Ein Grund für die Verzögerung der Therapie sei die «Vogelstraußpolitik» mancher Eltern, ein anderer der Umstand, dass es kaum Spezialisten für kindlichen Kopfschmerz gebe.

Die Situation für Migränepatienten hat sich nach Darstellung des Vorsitzenden der MigräneLiga, Nikolai Karheiding, seit der jüngsten Gesundheitsreform verschlechtert. Viele gute Medikamente zur Vorbeugung seien seither nicht mehr verschreibungsfähig - in der Apotheke greife der Patient dann zu billigeren Schmerzmitteln statt eine teuere Prophylaxe selbst zu bezahlen. Karheiding forderte: «Migränepatienten müssen endlich als chronisch Kranke anerkannt werden.»

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