Schon um 7 Uhr geht es auf die Piste
Erm soll Durststrecke deutscher Geher beenden

Andreas Erm soll die Durststrecke der aufstrebenden deutschen Geher bei Olympischen Spielen beenden. Der 28 Jahre alte WM-Dritte von Paris wandelt dabei am Freitag über 50 km auf den Spuren seines Trainers Ronald Weigel, der 1992 in Barcelona als Dritter die letzte Olympia-Medaille gewann. "Meine Taktik ist klar: Mitgehen und schauen", hofft Erm auf einen glücklichen Ausgang.

HB ATHEN. Die Geher auf der langen Strecke sind Frühaufsteher, denn wegen der Hitze wird ihr knapp vier Stunden dauernder "Marathon" bereits um 07.00 Uhr Ortszeit gestartet. "Andreas ist gut vorbereitet und auch Andre Höhne hat sich nach seinem achten Platz über 20 km gut erholt", ist Geher-Teamchef Weigel optimistisch. Er setzt darauf, dass sein Schützling bei Hitze gut klar kommt. "Wenn du was drauf hast, kannst du auch bei jedem Wetter gehen. Jeder hat doch lange genug gewusst, dass es in Athen heiß wird", lässt Weigel schon im Vorfeld die Witterung nicht als Entschuldigung gelten.

Die Konkurrenz in Athen ist noch stärker einzuschätzen als vor einem Jahr in Paris, als sich Erm trotz Oberschenkelproblemen durchbiss. "Aber auch Andreas ist durch diesen Erfolg reifer und selbstbewusster geworden", urteilt Weigel. Der Pole Robert Korzeniowski, der in Sydney Doppel-Olympiasieger war und mit acht Siegen bei Olympischen Spielen sowie Europa- und Weltmeisterschaften der erfolgreichste Geher ist, wird ein Orientierungspunkt sein; wie auch Weltrekordler Denis Nischegorodow (Russland/3:35:29). "Korzeniowski wird wie immer zwischen 33 bis 36 km anziehen. Andreas muss mit Intelligenz gehen und reagieren können", fordert Weigel.

Dass sein Schützling in diesem Jahr noch keinen Wettkampf über 50 km bestreiten konnte, hält Weigel nicht für einen Nachteil. Er habe mehrfach Trainingstest über diese Strecke absolviert und im Alleingang starke Zeiten erreicht. Ein Infekt hatte den Start Erms beim Weltcup in Naumburg verhindert, seine Olympia-Vorbereitung aber nicht gestört. Schon seit November läuft das kostspielige Unternehmen Olympia: Bulgarien, Lanzarote, Südafrika, Teneriffa, Mexiko, Oberhof und erneut die Höhe in Bulgarien waren dabei die Stationen auf dem Weg nach Athen.

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