Schon vor den zweiten Verhandlungsrunde
Öffentlicher Dienst: Verdi kündigt erste Warnstreiks an

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi für Anfang Dezember erste Warnstreiks angekündigt. "Wir werden schon vor der zweiten Verhandlungsrunde und eventuell schon vor dem geplanten Sondierungstermin am 11. Dezember Warnstreiks durchführen", sagte der für Hamburg zuständige Landesbezirksleiter Wolfgang Rose am Montag.

Reuters HAMBURG. Die Streikbereitschaft in den Betrieben sei hoch wie nie zuvor. Rose bekräftigte zugleich die Forderung der Gewerkschaft nach Einkommenserhöhungen von mindestens drei Prozent für die bundesweit 2,9 Mill. Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Die erste Verhandlungsrunde war am Freitag in Stuttgart nach nur kurzer Dauer und ohne das von der Gewerkschaft geforderte Tarifangebot der Arbeitgeber vertagt worden. Die Gespräche sollen am 18. Dezember in Kassel fortgesetzt werden.

Rose sagte, falls die zweite Runde und später auch eventuell ein Schlichtungsversuch nicht zu einem akzeptablen Ergebnis führen sollte, werde Verdi Anfang nächsten Jahres einen Streik einleiten. Der Arbeitskampf solle dann in einem bislang nicht gekanntem Ausmaß geführt werden, sagte Rose.

Verdi drängt in diesem Jahr auf einen schnellen Tarifabschluss. Dabei orientiert sich die größte Einzelgewerkschaft nach Worten ihres Vorsitzenden Frank Bsirske am oberen Rand der in der Privatwirtschaft in diesem Jahr erzielten Abschlüsse zwischen 3,1 und 3,6 %. Die öffentlichen Arbeitgeber haben deutlich gemacht, dass sie in diesem Jahr wegen der drastischen Einnahmeausfälle keinen Spielraum für Einkommenserhöhungen sehen. Bochums Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber, der die Kommunen vertritt, hatte am Freitag in Stuttgart von den schwierigsten Verhandlungen der letzten zehn bis zwölf Jahre gesprochen. Bei dem informellen Treffen am 11. Dezember sollen Möglichkeiten für eine Einigung ausgelotet werden.

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