Schon zehn bis zwanzig Hinweise
ICE-Anschlag: Polizei setzt auf Mithilfe der Bevölkerung

Bei der Suche nach den Drahtziehern des Anschlags auf einen ICE in der Nähe von Karlsruhe setzt die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung. Am Donnerstag sollten rund um den Ort, an dem am Montag 183 Menschen nur knapp einer Katastrophe entgangen waren, 200 Plakate mit der Bitte um Hinweise ausgehängt werden.

dpa KARLSRUHE. Wie der Karlsruher Polizeisprecher Fritz Bachholz sagte, gingen bisher erst zehn bis zwanzig Hinweise ein. Diese hätten die 15-köpfige Sonderkommission aus Polizei- und Bundesgrenzschutz- Beamten jedoch noch nicht auf eine heiße Spur gebracht.

Weiterhin untersuchten Sachverständige "bis in das kleinste Detail" die 60 Kilogramm schwere Stahlplatte, die Unbekannte auf ein Gleis zwischen Kraichtal-Oberacker und Bretten-Bauerbach gelegt hatten, sagte Bachholz. Der ICE 992 von München nach Frankfurt war kurz vor einer Brücke mit 250 Stundenkilometern über die sechs Zentimeter dicke und 40 mal 40 Zentimeter große Platte gerast und dabei beinahe entgleist. An dem ICE und am Gleisbett entstand ein Schaden in Höhe von einer halben Million DM (256 000 Euro).

Zunächst hatten die Ermittler auch geprüft, ob die Platte möglicherweise durch ein Versehen auf das Gleis gelangt war. Dies sei inzwischen nahezu ausgeschlossen. "All unsere Nachforschungen in diese Richtung sind im Sande verlaufen", sagte Bachholz. Bereits am Mittwoch hatte die Polizei eine Belohnung in Höhe von 15 000 DM für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führt.

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