Archiv
Schott-Gruppe nach "Ausrutscher" mit deutlichem Wachstum

Die Schott-Gruppe hat im Geschäftsjahr 1999/2000 einen Umsatzsprung um gut 20 % erreicht. Der konsolidierte Weltumsatz werde fast 1,9 Mrd. Euro, rund 3,7 Mrd. DM, erreichen.

ddp JENA. Die Schott-Gruppe hat im Geschäftsjahr 1999/2000 einen Umsatzsprung um gut 20 % erreicht. Damit sei "das Jahr besser als erwartet gelaufen und Schott gut in das neue Jahrzehnt gestartet", sagte Vorstandssprecher Leopold von Heimendahl am Donnerstag in Jena. Der konsolidierte Weltumsatz werde fast 1,9 Mrd. Euro, rund 3,7 Mrd. Mark, erreichen. Nach bisherigen Berechnungen werde der Konzern für das Geschäftsjahr ein "ordentliches positives Nachsteuerergebnis abrechnen können". Genaue Daten würden im März 2001 bekannt gegeben. Der Cash-flow von Schott betrage vor Ertragssteuern 260 Mill. Euro. Das seien 14 % vom Umsatz. Die für das Stiftungsunternehmen aussagekräftige Leistungskenngröße sei gegenüber dem Vorjahr (187 Mill. Euro) gestiegen. Der Vergleich zum vergangenen Jahr, in dem der Umsatz bei 1,53 Mrd. Euro stagnierte und das Ergebnis stark gefallen war, lasse die Einschätzung zu, nach einem "Ausrutscher" werde bei Schott jetzt der kontinuierliche Wachstumskurs fortgesetzt.

"Unsere Vision von 1992, im Jahr 2002 einen Umsatz von 4 Mrd. DM zu erreichen, rückt in greifbare Nähe", sagte von Heimendahl. Erreicht werden soll das durch weitere Produktinnovationen in den Kernkompetenzen bei Glas für Haustechnik, Fernsehtechnik, industrielle Anwendungen und Optik. Parallel sollen interessante zukunftsorientierte Geschäftsfelder erschlossen werden. Insgesamt sollen dafür in den kommenden drei Jahren eine halbe Milliarde Euro investiert werden. Schott werde seine Weltmarktführerschaft bei Ceran-Glaskeramikkochflächen und den ersten Platz in Europa bei großformatigen Bildschirmen ausbauen. Mit Ceran-Kochflächen hat Schott erstmals mehr als 500 Mill. Euro umgesetzt. Neue Produkte wie Funktionsscheiben für gewerbliche Kühlsysteme wurden auf den Markt gebracht. Im Geschäft mit Bildschirmglas entwickle sich die Kooperation mit dem größten chinesischen Hersteller ACBC "erfreulich". Ebenfalls stark im Geschäft sei Schott mit asiatischen Partnern bei optischen Gläsern und Filtern. Beim klassischen Brillenglas setze sich eine Substitution von Mineralglas durch Kunststoff fort.

Verstärkt wolle das Unternehmen künftig auf optisches Glas und Komponenten für die Telekommunikation und die Chipherstellung setzen. Zu den erfolgreichsten Einheiten in der Firmengruppe gehöre die Schott ML, sagte von Heimendahl. Die in Jena im April eröffnete Zuchtfabrik für Kalziumfluoridkristalle und ihre Verarbeitungs- und Vertriebsfirmen haben den Umsatz auf über 20 Mill. Euro verdoppelt. Auch künftig werde mit einem solchen Wachstumspotenzial gerechnet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%