Schotten spielen gegen Niederlande
Hammerlos für „McBerti"

Dicker konnte es für die Schotten bei der Auslosung der Paarungen der Relegationsspiele zur Fußball-EM 2004 in Portugal kaum kommen. Für die "Bravehearts" führt der Weg zum Endturnier über die Niederlande.

HB FRANKFURT/MAIN. Das Grinsen verging dem ehemaligen Bundestrainer Berti Vogst zwar nicht, doch mit den Niederlanden steht den Schotten die wohl schwierigste Aufgabe in der Relegation für die Fußball- Europameisterschaft 2004 in Portugal bevor. "Soll ich weinen?", meinte Vogts am Montag nach der Auslosung in Frankfurt/Main in seiner bekannt süffisanten Art. "Wir haben nichts zu verlieren. Die Niederlande sind Favorit auf den Titel", verkündete der Coach weiter. Gegen den EM-Champion von 1988 und zweimaligen WM-Zweiten (1974/1978) warten die Schotten allerdings schon seit 21 Jahren auf einen Sieg.

Dagegen darf sich der WM-Dritte Türkei, der zuletzt gegen England den direkten Einzug in die Finalrunde mit einem 0:0 verpasst hatte, mit Lettland über eine lösbares Aufgabe freuen. Zumal die Türken vor heimischer Kulisse alles klar machen können. Für den Europameister von 1964 und EM-Zweiten von 1984, Spanien, könnte indes Norwegen zum Stolperstein werden, nachdem Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel bereits den Iberern den ersten Gruppenplatz weggeschnappt hatte.

"Mir macht am meisten die Kälte in Norwegen Sorge. Es ist schwer, auf einem gefrorenen Platz zu spielen. Dies gilt erst recht für eine technisch gute Mannschaft wie unsere", befand Spaniens Trainer Inaki Sáez. In den beiden weiteren Partien empfängt Russland das Team des Ex-Bayern-Profis Mark Hughes aus Wales, und Kroatien trifft im Balkan-Duell auf Slowenien.

Alles, was Vogts sich vorher gewünscht hatte, ging nicht in Erfüllung. "Am liebsten wäre mir, wenn wir zuerst ein Auswärtsspiel hätten und dazu die Niederlade vermeiden würden." Doch ganz nach "Murphy's Law" (wenn etwas schief gehen kann, wird es schief gehen) loste Uefa-Chef Lennart Johannson "McBertis Bravehearts" ausgerechnet die Mannschaft des Schotten-Kenners Dick Advocaat zu. Und der Bondscoach freut sich bereits auf das Wiedersehen: "Ich möchte Schottland aus persönlichen Gründen in Angriff nehmen."

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