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Schottische Presse spekuliert über Vogts' Rauswurf

Berti Vogts soll laut britischen Presseberichten nur noch bis zum 26. Oktober schottischer Nationaltrainer sein. An diesem Tag wird das Präsidium des Schottischen Fußball- Verbandes (SFA) über die Zukunft des ehemaligen deutschen Nationalcoaches entscheiden.

dpa GLASGOW. Berti Vogts soll laut britischen Presseberichten nur noch bis zum 26. Oktober schottischer Nationaltrainer sein. An diesem Tag wird das Präsidium des Schottischen Fußball- Verbandes (SFA) über die Zukunft des ehemaligen deutschen Nationalcoaches entscheiden.

"Berti hat die Schotten bis Dienstag", titelte der "Daily Record". Wegen der nur noch schwer zu erreichenden Qualifikation für die WM 2006 ist der 57-Jährige auf der Insel in Ungnade gefallen. Als erster Anwärter auf die Nachfolge gilt der ehemalige Trainer der Glasgow Rangers und aktuelle FC-Everton-Coach, Walter Smith. Die Chancen von Ex-Nationalspieler Gordon Strachan dürften dagegen gesunken sein.

SFA-Chef John Mcbeth und seine drei Vize-Präsidenten hatten sich bereits zu einem Gespräch im Hampden Park getroffen. Dabei sollen sie Empfehlungen für die bevorstehende Sitzung erstellt haben. "Ich habe mit dem Präsidenten gesprochen. Es hat keine Abstimmung und kein Geheimtreffen gegeben. Ich genieße das volle Vertrauen", sagte Vogts der "Bild am Sonntag". Gleichwohl hatte SFA-Sprecher Andy Mitchell das "private" Treffen der Vorstandsmitglieder bestätigt. Zu den Inhalten wollte er aber keine Aussagen machen.

Nach nur zwei Punkten aus den ersten drei Qualifikationsspielen zur WM in Deutschland ist die Luft für Vogts rund zweieinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt dünn geworden. Ein Teil der Fans forderte nach dem 1:1 zuletzt in Moldawien die Entlassung des Weltmeisters von 1974. Rückendeckung erhielt er indes von einigen seiner Spieler. "Berti ist unser Mann. Lasst den Trainer in Ruhe", forderte Kapitän Barry Ferguson.

Die Höhe der Abfindung soll unterdessen bereits feststehen und laut britischen Presseberichten rund 720 000 Euro betragen. Doch Vogts gibt sich weiter kämpferisch: "Es gibt keine Abfindungsregelung. Davon müssten doch ich und mein Anwalt am ehesten wissen." Aus eigenen Stücken will er sein Amt vorerst ebenfalls nicht aufgeben: "Ich trete nicht zurück, solange die WM-Qualifikation rechnerisch noch möglich ist."

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