Schottland will neues Gesetz einführen
Recht auf Stillen in der Öffentlichkeit

Schottland will Müttern das Recht auf Stillen in der Öffentlichkeit gesetzlich garantieren. Restaurants und Cafés, die das Stillen verbieten, sollen bald bis zu 4000 Euro Strafe zahlen müssen.

HB/dpa EDINBURGH/LONDON. Das sieht ein Gesetzentwurf der regierenden Labour - Partei für das schottische Regionalparlament in Edinburgh vor, berichtete die BBC am Dienstag.

In Großbritannien ist es vielerorts verpönt, Kindern in der Öffentlichkeit die Brust zu geben. An manchen Restaurant-Türen stehen sogar Schilder mit der Aufschrift "Kinder unerwünscht". Hunde sind dagegen meist zugelassen. Viele Mütter steigen deshalb frühzeitig auf Fläschchen um, was Studien zufolge gesundheitliche Nachteile für das Kind mit sich bringt.

Die schottischen Pläne wurden sogleich kritisiert. "Was kommt als nächstes?" fragte Iain MacMillian, Direktor des britischen Industrieverbands in Schottland. "Ein gesetzliches Anrecht darauf, dass man in der Öffentlichkeit Windeln wechseln darf?" Viele Leute hätten es nicht gern, wenn vor ihnen ein Kind gestillt werde. Das Kinderhilfswerk Unicef dagegen wünscht sich, dass das Gesetz möglichst schnell in ganz Großbritannien eingeführt wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%